{"id":1071,"date":"2010-07-22T08:15:44","date_gmt":"2010-07-22T07:15:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jens-oerter.de\/new_vis\/jo\/?p=1071"},"modified":"2019-09-13T18:05:09","modified_gmt":"2019-09-13T17:05:09","slug":"2010-07-hochtour-in-die-bernina-alpen-%c2%bbbericht%c2%ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jens-oerter.de\/new_vis\/jo\/2010-07-hochtour-in-die-bernina-alpen-%c2%bbbericht%c2%ab\/","title":{"rendered":"2010.07 Hochtour in die Bernina Alpen \u00bbBericht\u00ab"},"content":{"rendered":"<p>10.07.2010 &#8211; 4:00h &#8211; es geht los. Kleine \u00c4nderung der Fahrstrecke &#8211; statt der A7 k\u00f6nnen wir ohne Stau via A5&nbsp; durchstarten. Ankunft an der Station Morteratsch gegen Mittag bei erschreckend hohe Temperaturen !&nbsp; Fast 30&nbsp;Grad<br \/>\nim Schatten auf 2000m H\u00f6he ! Nach einer kurzen Rast steigen wir zur Boval H\u00fctte auf. Das Wetter ist gut !<br \/>\nAbends gab&#8217;s ein leichtes Gewitter sowie eine Helirettung eines Bergwanderes von unterhalb der H\u00fctte.<\/p>\n<p>Nach einer \u00fcberraschend guten Nacht, gibt&#8217;s um 4:00h Fr\u00fchst\u00fcck und gegen halb f\u00fcnf brechen wir zum Piz Morteratsch<br \/>\nauf. Leider gab es keinen Nachtfrost. Im weichen Schnee und in leicher Kletterei (UIAA II) erreichen wir recht schnell die Fuocla Boval in 3350m H\u00f6he. Nach Anlegen der Steigeisen geht\u00b4s nun in einer 3er-Seilschaft \u00fcber den Gletscher zum Gipfel des Piz Morteratsch in 3751m. Eine sehr sch\u00f6ne Aussicht auf den Piz Bernina (Biancograd) sowie den Piz Pal\u00fc ist die M\u00fche auf jeden Fall wert.<br \/>\nDer Abstieg war problemlos, so dass wir am fr\u00fchen Nachmittag auf der Tschierva H\u00fctte im Rosegtal eintrafen&#8230;.<\/p>\n<p>Am darauf folgenden Tag machten wir eine Erkundungstour zur Fuorcla Prievlusa 3451m inkl. Trainings\u00fcbungen.<br \/>\nAm Nachmittag wurde der R\u00fccksack f\u00fcr die Bernina \u00dcberschreitung gepackt.&nbsp; Nun konnte es losgehn 3:00h<br \/>\nFr\u00fchst\u00fcck. 3:45h Aufbruch! Jedoch zu sp\u00e4t wie sich nachher herrausstellen sollte. Der Weg zur Fuorcla Prievlusa<br \/>\nohne Nachtfrost im tiefen Schnee danach ein kleiner Klettersteig. Eine kurze Rast &#8211; ab jetzt wurde geklettert III+.<br \/>\n120hm waren zu \u00fcberwinden &#8211; dies entspricht 6 Seill\u00e4ngen mit Bohrhaken und Ringen als Fixpunkte.<br \/>\nLeider waren die Kletterpassagen nicht immer gut zu erkennen und so waren wir nach dieser Passage 1h hinter der Zeit.<\/p>\n<p>Der Aufstieg zum Biancograd gestaltete sich schwierig, da wir bis zu den Oberschenkeln im extrem weichen Schnee<br \/>\neinsackten. Hier r\u00e4chte sich nun das sp\u00e4te Aufbrechen und der Zeitverlust beim Klettern. Durch das Treten im matschigen Schnee l\u00f6sten sich einige&nbsp;bedenkliche Schneebretter aus dem Firn der 60\u00b0 steilen Wand.&nbsp; Auf dem Biancograd angekommen verschlechterte sich die Wetterlage &#8211; dicke graue Wolken stiegen auf und die Gipfel des Bianco &amp; Berninas waren nicht mehr zu stehen. Laut Auskunft sollten erst gehen Abend Gewitter aufziehn, es sah jedoch alles anders aus.<br \/>\nAuf dem Biancograd stand das Wasser &#8211; es war so warm man h\u00e4tte ohne T-Shirt gehen k\u00f6nnen. Durch das st\u00e4ndige<br \/>\nEinbrechen im tiefen Schnee verschlechterte sich die Bedingungen f\u00fcr den Aufstieg zunehmend. Es musste eine Entscheidung getroffen werden. Wir w\u00fcrden beim Weitergehen eine weitere Stunde verlieren und die Kletterei am Bernina im Nebel\/Gewitter w\u00e4re kein Spass!<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Der Verlust von mehr als 2h Zeit, der extrem matschige Schnee und die Gefahr eines Gewitters zwangen<br \/>\nuns zur Umkehr! Nach einem langen und kraftaufwenigen Abstieg, kamen wir erst sp\u00e4t auf der Tschierva H\u00fctte an.<br \/>\nLeider versprachen die n\u00e4chsten Tage keine Verbesserung der Wetterlage. Extrem heiss und fr\u00fch einsetzende<br \/>\nGewitter liessen keinen weiteren Versuch zu. So machten wir eine Plan\u00e4nderung. Laut Meldungen sollte das Wetter in \u00d6sterreich f\u00fcr Alpinklettern oder f\u00fcr Klettersteige angenehmer sein.<\/p>\n<p>In Ehrwald Mieminiger Kette konnten wir den Seeben Klettersteig 250hm\/K5 und den Tajakante Klettersteig<br \/>\n650hm\/K5 bestreiten. Leider kein Alpinklettern weil im Umkreis von Reutte\/Tannheim kein zus\u00e4tzliches<br \/>\nKletterseil zu bekommen war &#8211; echt traurig !<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>Alles in allem war es aber eine tolle Tour &#8211; auch wenn\u00b4s mit dem Piz Bernina nicht geklappt hat. Da der Bernina sicher nicht abgerissen wird ist die Besteigung nur aufgeschoben &#8211; im n\u00e4chsten Jahr zur gleichen Zeit wird es mit den <strong>heutigen Erfahrungen<\/strong> ein <strong>Comback<\/strong> geben. ( <em>Insider 2:45h !&nbsp;-:)) <\/em>)<\/p>\n<p>Weitere Bilder in der Fotogalerie [<a href=\"http:\/\/www.jens-oerter.de\/new_vis\/4images\/categories.php?cat_id=75\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Bernina Alpen &amp; Mieminger Kette 2010<\/a>]<\/p>\n<p>see ya!<br \/>\nJens<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10.07.2010 &#8211; 4:00h &#8211; es geht los. Kleine \u00c4nderung der Fahrstrecke &#8211; statt der A7 k\u00f6nnen wir ohne Stau via A5&nbsp; durchstarten. 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