2011.05 »Bergschluchtenpfad Ehrenburg«

 

Die Idee: eine 1. Mai Wanderung

Die Aufgabe: „Such was aus, meinet wegen auch was, wo man erst hinfahren muss!“

Der Plan: Der Bergschluchtenpfad , einer der Traumpfade im Rhein-Mosel-Eifel-Land!

Gesagt getan, auf geht’s! Abfahrt: 07:30

In dem kleinen etwas verschlafen Ort Brodenbach an der Mosel starten wir 09:45 unsere  Wandertour. Das Wetter ist perfekt, sonnig mit ein-zwei harmlosen Wolken. Vom unschönen Abstellplatz für Bierbuden darf man sich nicht schrecken lassen, weil sobald der Pfad im Wald verschwindet, wird es echt toll.  Und erst mal steil – hapüh! Der kleine Niederbach ist heute allerdings recht ausgetrocknet und plätschert wahrscheinlich nicht so munter dahin wie sonst aber man kann halt nicht alles haben. Oben angekommen in einem Wald aus knorzigen kleinen Eichen bei der Hütte Teufelslay öffnet sich der erste Panoramablick ins Moseltal. Der Pfad umrundet den Schafberg und schlängelt sich dann über die Höhe zwischen Wiesen und Feldern bis Nörteshausen. Eine kleine Bank unter einer prachtvollen blühenden Kastanie (was bin ich so froh, dass ich keinen Heuschnupfen habe) bietet uns unseren Frühstücksplatz mit Fernsicht.

Von hier wendet sich der Weg abwärts und wieder in den Wald. Durch das Brodenbachtal geht es erst an einer Bachseite hinab, dann an der anderen hinauf – so wird es nie langweilig! Pünktlich zum Mittagessen erreichen wir das „Donnerloch“. Angeblich eine germanische Kultstätte, die dem Gott Donar oder auch besser bekannt unter dem Namen Thor [ich  muss unbedingt mal wieder ins Kino 🙂 ] geweiht war. So oder so ist dies ein wirklich zauberhafter Flecken zwischen senkrechten Felsen und mit einer kleinen Kaskade.

Irgendwann reißen wir uns doch los und mit ein bisschen von Thors Stärke machen wir uns an die nächste Etappe und erreichen schließlich die Ehrenburg. Hier findet heute unter dem Motto „Heia Walpurgis“ ein kleines Hexenfest statt. Die im Jahre des Herrn 1161 erstmals erwähnte Wehrburg, die seit 1993 durch den gemeinnützigen Freundeskreis der Ehrenburg e.V. restauriert und wieder aufgebaut wurde, ist wirklich klasse! Natürlich besteigen wir den Turm und genießen die  atemberaubende Rundumsicht. Beim Runtersteigen auf den so sehr schmalen Steintreppen müssen wir ein bisschen achtgeben nicht von kleinen Rittern überrannt zu werden. Aber ich kann die kleinen Recken schon verstehen, hätte ich als Kind in der Nähe gewohnt, ich wäre hier eingezogen! Bei einem kühlen Tropfen aus dem Tonbecher beobachten wir eine Weile das lustige Treiben der Hexen und Musikanten. Schließlich machen wir uns an die Schlusspassage. Der Sonnenringpfad führt uns direkt im Steilhang Richtung Moseltal – hapüüüüüüüüüüüüh! Aber wieder wird man mit phantastischen Aussichten belohnt. An dieser Stelle möchte ich kurz anmerken, dass man von oben prima sehen konnte wo man unten gestanden hat und das unser Auto von dort bequem in 10 min zu erreichen gewesen wäre. Am Ehrenmal (eher unspektakulär) vorbei gelangen wir wieder nach Brodenbach und schließen 18:20 (ok, wir haben getrödelt!) unsere Runde.

Fazit: Sieht man von wenigen kurzen nicht sooo schönen Abschnitten ab, einfach eine landschaftlich wunderschöne, abwechslungsreiche Wanderung, die mit drei knackigen Anstiegen bei einer Länge von um die 20km und ca. 890hm eher zu den anspruchsvolleren gehört.

Auf jeden Fall weiter zu empfehlen!

GPS Daten :

Gesamtstrecke: 20.34 km
Maximale Höhe: 388 m
Gesamtanstieg: 2405 m
Download file: 20110501_bergschluchten_neu.gpx

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