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2020.03 … es war einmal – eine Zeit vor CORONA!

Anfang des Jahres fuhren wir wie jedes Jahr zum Skifahren nach Gerti (Brunnerhof / Laimach) ins Zillertal. Auch in diesem Jahr war Petrus fast immer auf unserer Seite. Herrlicher Neuschnee und eine Evakuierung aus dem Skilift waren die Highlights der Schlechtwettertage. Sonst wie fast immer schöne kühlen Temperaturen und Sonnenschein. Auch dieses Jahr hat es wie immer sehr viel Spaß gemacht…

Noch vor den einschränkenden CORONA Maßnahmen in Deutschland führen wir von der Siegener Westnetz Firmenskitruppe nach Fiss/Tirol zum Skilaufen. Die Schneebedinungen waren sehr gut und langsam liebe ich das »bratsche« Sulz fahren. Noch in unserem Skiurlaub hörten wir von der Zuspitzung der Corona-Lage und der Schließung des Skigebiets Ischgl. Am letzten Tag wurde bekannt gegeben, dass an dem kommenden Wochenende auch alle anderen Skigebiete in Österreich geschlossen werden sollten. Auch nach einer 14tägigen freiwilligen Quarantäne wurde keiner von uns Krank… Glück gehabt!

Dann kam CORONA und der Lockdown mit seinen weitreichenden Einschränkungen. Die wenigen Aktivitäten die man machen konnte beschränken sich weitgehend auf Einkaufen, Sport und zu Hause bleiben.

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2019.10 – Auf d‘ Alm im Pustertal – Südtirol

Hinsichtlich des recht späten Termin der Hochtourenwochen haben wir unseren Urlaub in den Alpen auf Ende September verschoben. In diesem Jahr sind wir nicht wie sonst immer in die Hohen Tauern gefahren, sondern haben uns im Pustertal / Südtirol eine Alm gemietet. Die Alm liegt auch ca. 1600 m und ist über eine Schotterpiste mit dem Auto*** erreichbar. (*** stark ausgewaschene recht steile Piste erfordert am besten ein Allradfahrzeug)

Am 28.09 fuhren wir über die Route Fernpass – A12 Brennerautobahn ins Pustertal. Wegen der Herbstferien in Süddeutschland war der Brenner schon recht voll und wir waren froh als die Autobahn hinter uns lag. Nun noch ein paar Kilometer über Brixen nach Welsberg-Taisten. Über die besagte Schotterpiste ging es steil den Berg hinauf. An der Alm angekommen bekamen wir von unserer Vermieterin eine Kurzeinweisung zu Hütte. Danach konnten wir auspacken und schon mal die Aussicht genießen. Durch einen Holzofen wurde es schnell gemütlich warm in der Hütte.

Nach einer absolut ruhigen Nacht genossen wir den ersten Sonnenaufgang mit einem leckeren Kaffee vor der Hütte. Das Wetter war gut und für unsere erste Eingehtour ideal. Wir führen mit dem Auto auf die Plätzwiese einem Hochplateau unterhalb des Dürrensteins. Vom Parkplatz verlief der Weg leicht ansteigend zur Dürrensteinhütte. Dort angekommen verließen wir den Normalweg und wanderten auf den gegenüberliegenden Sattel. Vor dort aus folgten wir einem kleinen Pfad über die kleineren Aussichtsgipfel. Knollkopf (Col Rotondo del Canopi) 2172 m, Rautköpfe 2130 m

Von dort aus hatte man einen fantastischen Blick auf den Monte Cristallo, der sich ab und an im Nebel verstecke. An beiden Gipfeln konnte man immernoch die hinterlassenschaften des 1. Weltkriegs sehen. Alles war von vielen kleinen Höhlen durchbohrt.  

Am nächsten Tag hatten wir eine Tour zum Lago del Sorapis geplant. Über das Höhlensteintal gelangten wir auf die Südseite des Monte Cristallos. An der Straße des Passo Tre Croci startete unsere Wanderung. Der Pfad führte unterhalb der steilen Hänge der Cime di Marcoira entlang. Der tolle Weitblick ins Val di Ansiei zwingt uns öfters zum Verweilen. Mittags erreichen wir  den Lago del Sorapis in knapp 2000 m Höhe. Leider hat der Sommer hier auch ganze Arbeit geleistet, sodass vom vollen See nur noch eine kleine Lake übriggeblieben ist. Aber die ist immer noch recht türkis. Wir machen eine Rast und wollen aber einen anderen Rückweg einschlagen. Der Weg führt hinauf auf ca. 2300 m. Danach geht es durch eine Scharte zwischen den Gipfeln Cime Ciadin del Loudo und Cime di Marcoira. An der Fourcla Marcoira klettern wir noch an einen kleinen Aussichtspunkt mit freiem Blick auf den Monte Cristalllo. Danach geht es durch eine steil abfallende Geröllscharte. Durch einen schönen Fichtenwald gelangt man recht direkt wieder zum Ausgangspunkt unserer Tour.

 

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2019.09 – Hochtourenwoche im Aostatal – Italien

In diesem Jahr war es etwas schwierig einen Termin für die Hochtour zu finden. Die letzte Möglichkeit war die erste Septemberwoche. Leider war das Wetter fast im kompletten Alpenraum extrem unbeständig. Die Wetterlage im italienischen Aostatal war noch die Verheißungsvollste. Am 4. September fuhren wir los. Unser erstes Ziel Ponte im Valsavarenche. Vom Parkplatz in Ponte stiegen wir zur Rifuigo Emanuelle II auf. Die Hütte ist okay und nach einer kurzen Nacht brachen wir früh auf. Da der Normalweg auf den Gran Paradiso nicht mehr möglich war, mussten wir einen kleinen Umweg in kauf nehmen. Über einen Klettersteig kamen wir in knapp 3700 m wieder auf den alternativen Normalweg. Von hier aus folgten wir dem Ghiaccio Schiena d’Asino rechts bis unterhalb des Gipfels. Über eine kleine Blockkletterei erreicht wir den Gipfel mit der weißen Madonna in 4061 m. Am frühen Nachmittag kamen wir wieder  wohlbehalten die Hütte an. Da wir nach dieser Tour einen Gebietswechsel machen mussten, wollten wir lieber noch eine Nacht in der Höhe übernachten, um besser akklimatisiert zu sein.

Im Abstieg am nächsten Morgen planten wir unsere Möglichkeiten und entschieden uns für das Monte-Rosa-Massiv und den Zustieg über das Val di Gressoney. Kurz nach der Abfahrt erreichten uns die ersten dicken Regenwolken die uns bis fast zum Zielort Tschaval begleiteten.

 

Glücklicherweise war es im ersten Teil trocken, nur weiter oben begann leichter Schneefall. Kurz vor 18 Uhr erreichten wir – ein bisschen durchgerfohren das Rifugio Capanna Giovanni Gnifetti in 3647 m. Eine fast leere Hütte mit einem schönen warmen Aufenthaltsraum – tolles Essen und tolle Zimmer. Nach einer fast erholsamen Nacht starteten wir am frühen Morgen zur Vincentpyramide 4215 m. In einer erst recht festen Spur kamen wir recht zügig zum Gipfel. Die fast 1 Meter Neuschnee waren da noch kein Problem, da doch einige Mitstreiter unterwegs waren. Den Weg zum Balmenhorn war im Schnee schon anstrengender und im Aufstieg zum Coma Nero mussten wir abwechseln spuren. Leider lang in der Aufstiegsflanke zuviel Schnee, sodass uns die letzten 50hm verwehrt blieben. Wir entschieden uns dazu die Ludwigshöhe und Parrotspitze auszulassen und über den tief verschneite Normalroute zur Punta Gnifetti aufzusteigen. Je höher man kam, umso schlechter wurde die Sicht und bis kurz unterhalb der Gipfelhütte konnte man nichts sehen. Der Wind nahm extrem zu und Nebelschwaden schossen über den Gipfelkamm, sodass wir froh waren die Hüttentür hinter uns schließen konnten. Die Übernachtung am Gipfel der Punta Gnifett in 4554 m , auf der höchsten Hütte der Alpen (Margheritahütte), ist wirklich eine tolle Erfahrung, vor allem weil dies die letzte Übernachtung der Saison war. Mit knapp 10 Mitsteitern wurden wir vom Hüttenteam köstlich versorgt.

 

Am nächsten Morgen das gleiche Bild – extrem windig. In der Abstiegsflanke langen gut 1,2 Meter Schnee. Nach einer Kontrolle, ob der Schnee trägt, stiegen wir alle zusammen ab. Leider war es heute auch nicht möglich einen anderen auf dem Weg liegenden 4000der zu besteigen. Am Nachmittag klarte es immer weiter auf und wir entschieden uns eine weitere Nacht auf der Capanna Gnifetti Hütte zu übernachten. Leider sanken die Temperaturen weiter auf minus 18 Grad. Die komplette Hütte war eingefroren inkl. Toiletten. Klasse! Nach einem gemütlichen Frühstück stiegen wir in schönem Sonnenschein am Morgen ab. 

 

Es folge nun die Heimreise – wie immer machten wir auf der Rückreise noch einen Stopp auf der Hälfte der Strecke. Am Kaiserstuhl konnten wir ein nettes Hotel ausfindig machen und bei einem gemütlichen Abendessen unsere Hochtourenwoche ausklingen lassen.

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