2010.02 Wandern im „Gebirge im Meer“ – Korsika

… anders als normal geplant, haben wir unseren Sommerurlaub 2010 umgeworfen und werden in diesem Jahr eine zweiwöchige Tour durch Korsika machen. Mit dem Auto geht’s von Deutschland über die Schweiz nach Italien. In Savona, gleich neben Genua, werden wir dann mit der Fähre nach Korsika übersetzen. Auf Korsika geht’s dann in unsere kleine gemütlichen Ferienwohnung „A Casa Vecchia“ im Örtchen ‚Peri‘. Der Ort liegt ziehmlich in der Mitte der Insel, einige wenige Kilometer von der N193 von Ajaccio nach Corte entfernt.

Die Aktivitäten der Insel sind unbegrenzt.

  • Wanderungen im Hochalpinen Gebirge
  • Klettersteige
  • Mountainbike
  • Sandstrände und idyllische Flußtäler
  • baden und schnorcheln in einsammen Buchten und Fluss-Gumpen
  • Sightseeing und Fotografieren
  • oder einfach nur entspannen und das mediterane Klima genießen …(Anmerkung Lioba: was der Grund ist, warum ich dort hinwill)

Korsika ist aber nicht nur eine Insel im Mittelmeer sondern auch eine Hochalpine Landschaft bestehend aus schroffe Felsen, versteckte Buchten am glasklaren Meer und lange Sandstrände, sanfte Hügellandschaften und vieles mehr. Eine Mischung, die so einzigartig ist, dass sie zum Parc Naturel Régional de la Corse erklärt wurde. Ein Naturpark, der ca. 1/3 der Insel umfasst.

Korsika lässt sich grob in die Ost- sowie in die Westhälfte unterteilen. Die Mitte der Insel durchzieht ein Gebirgsmassiv, das sich in S-Form von Nord nach Süd durchschlängelt. Im Hinterland der Küsten haben ausgedehnte Waldgebiete mit Kiefern, Kastanien oder Pinienbäumen die Oberhand. Das kristalline Korsika, wo Granitgestein vorherrscht, findet man im Westen mehr als 50 Gipfeln über 2000 m:

der Monte Cintu mit 2710 m,
der Monte Rotondu mit 2622 m,
der Monte d’Oru mit 2389 m,
der Monte Renosu mit 2352 m und
der Monte Alcudina mit 2128 m.

wir freuen uns schon sehr auf die Gastfreundlichkeit der Korsen …

lg

Lioba und Jens

Weblinks:
www.abenteuer-corsica.de – Informationen Rund um Korsika
www.korsika.fr – Informationen und Webcams


Durch eine derartige regelmässige Kette am Meer entstand eine gegliederte Küste mit tiefen Einbuchtungen, wie dem Golf von Portu, dem Golf von Sagona, dem Golf von Aiacciu und dem Golf von Valincu. Das metamorphe Korsika besteht hauptsächlich aus Schiefergestein. Weniger hoch mit 1300 m auf dem Cap Corse, ist der Monte San Petrone, im Herzen der Castagniccia, mit 1756 m der höchste Berg undbeherrscht den Nordosten der Insel. Zwischen den beiden Gebieten liegt eine Ebene, die von der Mündung des Reginu im Nordwesten ausgeht und im Südosten mit der des Solinzara abschliesst.

Ihre Höhe beträgt nie mehr als 600 m und sie verbindet die beiden Bergkämme Korsikas und dient als bevorzugter Verbindungsweg. Diese drei Komplexe werden durch ein grosses Sedimentgebiet längs der Ostküste vervollständigt, das südlich von Bastia beginnt und bis Sari di Porti Vecchju reicht. Es bildet eine von zahlreichen Flüssen mit breiten Tälern durchzogene Hochebene mit sanften Hügeln.
Schliesslich sind noch zwei kleine Kalksteingebiete zu erwähnen, und zwar das bei Saint-Florent im Nordwesten und vor allem das grossartige bei Bonifaziu im Süden, welches Sardinien gegenüberliegt und wunderbare Felsenriffe aufweist. Diese komplexe und besondere Struktur verleiht Korsika ein kontrastreiches Klima und ein unvergleichbar schönes Licht; ein Klima, das zwei im Mittelmeer seltene Reichtümer hervorbringt: Wasser und Wald.

Überraschenderweise gibt es überall auf Korsika Wasser.  Die Berge bilden eine Barriere und verursachen starke, aber nicht lang anhaltende Niederschläge, die im Winter durch Schneefall auf den höchsten Bergen noch verstärkt werden. Zahlreiche Quellen und Bäche, dazu etwa vierzig Flüsse, bewässern die Insel. Solch ein Reichtum an Wasser erklärt die üppige Vegetation. Auf der ganzen Insel wachsen Wälder – Buchen- und Kiefernwälder im Niolu, in der Restonica, auf dem Monte Rotondu und dem Monte Renosu sowie auch in Bavedda und im Cagna-Gebirge im äussersten Süden.

Der Wald trägt Zeichen menschlicher Arbeit. Das Bergland der Castagniccia südlich von Bastia hat seinen Namen von den überwiegenden Kastanienwäldern, Ergebnis der seit Jahrhunderten betriebenen Anpflanzungen. Gleichwohl sind die Gebiete der Balagna und des Valincu von den für das Mittelmeer typischen Olivenbäumen geprägt.

Die korsischen Landschaften zeigen deutlich die Eingriffe des Menschen. Einen zusätzlichen Beweis dafür kann man in der Nähe der bewohnten Orte sehen, wo zunehmend die „Macchia“, eine Art Buschwald mit Mastixbäumen, Zistrosen, Myrten, Erdbeerbäumen und Heideland den Wald ersetzt. Eine Vegetation, die das Ergebnis häufiger Urbarmachung mit Axt und Feuer, einer archaischen Art der Düngung, ist. Feuer ist eine Geissel des heutigen Korsika, das die Landschaft über lange Zeit verändert.

Korsika ist agrarisch bestimmt und kannte bis in unsere Zeit die Transumanz, den ständigen Wechsel zwischen den tiefliegenden Gebieten und dem Bergland, auch zwischen den grösseren Städten an der Küste und den weit im Land verteilten Dörfern.  Dieses breite System der Landnutzung, ursprünglich dem Rhythmus der Jahreszeiten folgend, trifft man erstaunlicherweise im Laufe der Jahrhunderte auf der Insel immer wieder.

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