2014.06 Korsika Süd-Nord

Samstag, 31. Mai 2014  Anreisetag

Wecker 02:20 ! Das ist selbst für mich zu früh *gääähn* Aufstehen-losfahren-Köln-Bonn-Abflug-08:30 Calvi! So gut so unspektakulär. Der Flughafen in Calvi ist knapp größer als der Bahnhof von Altenhundem. Prima ist, dass die Dame am Mietwagenschalter Englisch spricht und sehr freundlich ist sie auch. Das diesjährige Gefährt fällt größer aus als erwartet, es ist ein Citroen C5 mit Vollausstattung. Ok, da passt auf jeden Fall alles rein. Wir düsen entlang der Nordwestküste. Kurz hinter Losari queren wir die Insel und fahren dann an der Ostküste südlich Richtung Proto-Vecchio. Das Wetter ist herrlich und die Haut dürstet nach Sonnencreme und der Magen nach Nahrung. In der Nähe von Aleria findet sich ein Strand Restaurant. Die Füße im Sand, den Blick auf die Brandung und Holzofenpizza und Muscheln auf dem Tisch, Herz was willst Du mehr!
Am späten Nachmittag erreichten wir nach einigen kleinen Abstechern unser Ziel. Die Ferienwohnung ‚Chez Christine‘ in Pianelli ca. 4km von Porto-Vecchio entfernt. Nach dem Einrichten genießen wir auf unserer Veranda den ersten Abend auf Korsika.

Sonntag, 1. Juni 2014     Markt – Porto Vecchio, Aussichtsberg ‚Punta di a Vacca Morta‘ bei L´Ospedale

Von unserer Vermieterin hatten wir erfahren, dass heute Markt in Porto-Vecchio ist – also nix wie hin und ein paar leckere Sachen für unseren Kühlschrank holen. Der Markt ist klein aber gemütlich. Die Spezialitäten sind korsischer Käse und Wildschweinwurst sowie Lonzo, ein Scheinefiletschinken. Danach fahren wir Richtung L´Ospedale, kurz dahinter geht es zu einem kleinen Wanderparkplatz. Von dort aus starten wir unsere erste Tour auf den Aussichtsberg »Punta di a Vacca Morta«. Der Weg ist toll – ein schöner Pfad auf weichen Kiefernadeln gesäumt von wilden Alpenveilchen. Weiter Oben kommen die durch den Wind & Wetter  rund geschliffenen Kalkfelsen heraus, durch die man hindurchschlendert. Am Ziel auf 1305m angekommen ziert ein Mini-Kreuz aus Holz den höchsten Punkt. Von dort aus hat man eine fantastische Aussicht auf Porto-Vecchio bis hin zur höchsten südlichen Gebirge der Barvella. Der Abstieg erfolgt etwas direkter und so erreichen wir recht zügig wieder unseren Parkplatz.

GPS Tracks: GPS Track »Wanderung Punta di a Vaca Morta«

Montag, 2. Juni 2014 Bonifacio, Küstenwanderung

Heute fahren wir knapp 30 km nach Bonifacio. Mitten in der Stadt gibt’s einen großen Parkplatz direkt am Hafen. Von dort aus gehen wir entlag der Hafenpromenade Richtung Festung. Nach der steilen Treppe (warum ist schon so warm?) erreicht man einen Aussichtspunkt und wendet sich danach nach links über kleine Pfade immer entlang der Steilküste. (rechts kommt man in die Festung aber dazu später). Viele kleine Aussichtspunkt spicken den Weg von denen hat man einen herrlichen Blick auf die Festung und die Altstadt von Bonifacio. Wir passieren ein altes Steinhaus und die Ruine eines Militärgebäude. An einer Gabelung verschwindet der Weg durch ein Tal in die Macchia. Ab und an kann man grunzende Schweine hören, die wir anscheint gestört haben.

Am Ende es Pfades geht man noch ein kurzes Stück bergab und man erreicht den einsamen Stand von »Scumara«. Die tolle Bucht lädt zum Baden ein, also Rucksack auf, umziehen und hinein! Kein Mensch weit und breit – anscheint zu warm 😉 Nach einer gepflegten Pause folgenden wir wieder dem Weg zurück. Kurz nach der ersten Steigung geht’s es aber links wieder Richtung Küste. Nun geht der Weg fast auf Meereshöhe unterhalb der ausgespülten Klippen. Hier gibt’s grandiose Ausblicke, die man nicht verpassen sollte. Immer den alten Leuchtturm vor Augen schlängelt sich der Weg durch dichtes Buschwerk. Nach wenigen Kilometern erreichen wir wieder die alte Route Richtung Stadt. Zum Abschluss gönnen wir uns noch ein kühles Guinness in einem schönen Irish-Pub, über den wir an der Hafenpromenade gestolpert sind. Sláinte! Kastanienbier gibt es morgen wieder!

Gesamtstrecke: 12.32 km
Maximale Höhe: 110 m
Gesamtanstieg: 394 m
Download file: 20140602_corse_bonifacio_kuestenwanderung.gpx

Dienstag, 3. Juni 2014 Cole de Bavella, Wanderung ‚Trou de la Bombe‘ und ‚Purcaraccia‘ Wasserfälle und Gumpen.

Nach unser letzten Küstenwanderung geht’s heute noch mal in die Bavella Berge. Wir fahren über die »Barrage de L´Ospedale« einem Süßwasserstausee Richtung Zonsa und weiter zur Village de Bavella oder auch Col de Bavella. Am Wanderparkplatz machen wir halt und starten unsere Tour »Trou de la Bombe«. Wieder geht’s es über schöne kleine Pfade durch eine dichten Kiefernwald. Ab und an quert mal kleine Bäche. Die Aussicht auf die »Punta di u Pargulu« und den »Monte Incudine« 2134m ist atemberaubend. Man kommt sich irgendwie vor wie in den Dolomiten. Unterhalb des Bergmassiv »Punta Velcao« teilt sich der Weg, wir nehmen die Mitte und nach einem kurzen aber steilen Anstieg erreichen wir das Loch im Fels. Nach einer weiteren kleinen Kletterpassage kann man durch Loch auf die andere Seite schauen. Da jetzt doch der mehr Leute als erwartet hinauf möchten entscheiden wir uns auf das Plateau unterhalb der Punta San Petru auszuweichen. Hier kann man in aller Ruhe seine Jause einnehmen und die Aussicht genießen. Noch bei Essen können wir die dunklen Gewitterwolken am Monte Incudine verfolgen. Da wir nicht auch noch in den Schauer kommen wollen begeben wir uns auf den Rückmarsch. An der Kreuzung weichen wir nach links aus und wandern etwas oberhalb zurück zum Auto. Das Gewitter ist wieder weg, es gab ungefähr fünf na sagen wir sechs Tropfen, die Sonne hat wieder die Oberhand. Wir fahren weiter auf unserer Straße nach Solenzara.

Hinter einer Seilkurve stehen einige Auto und man kann einen kleinen Pfad erkennen. Wir halten an und fragen unser GPS was es dort zu sehen gibt. Die »Purcaraccia-Wasserfälle und Gumpen« – hm hört sich gut an, kurz Überschlagen sollte der Weg wohl nur 2-3km sein, leider war es etwas anders. Wir folgen dem Pfad und dieser schlängelt sich recht steil entlang eines Hanges – den Fluss kann man nur erahnen. Nach drei Kilometern stellen wir fest das wir doch noch einiges vom Fluss entfernt sind wir gehen aber weiter. Nach weiteren zwei Kilometern erreichen wir das Wasser nun geht’s endlich entlang sehr schöner Gumpen und kleinerer Wasserfälle. Wir begenen einen nettem Paar, dass uns daraufhin weißt das wir den oberen und nicht den unteren Weg nehmen soll. Der Weg, so schön er auch ist, wird steiler und steiler aber wir kämpfen uns durch und erreichen schließlich einen großen Wasserfall von dort aus geht’s wohl laut Beschreibung nur noch mit Seil weiter. Leider konnten wir wegen der leicht fortgeschrittenen Zeit nur kurz verweilen und traten danach wieder den Rückweg an. Aus 2-3 km (einfache Strecken) wurden dann doch 12 Kilometer Gesamt – hups – ein bisschen verschätzt. Was auf welcher Karte auch immer wie ein kurze Strecke ausschaut, auf Korsika mäandert ein Weg immer so sehr, das man sich gerne deutlich verschätzt.
Am Auto angekommen fahren wir nun direkt nach Solenzara und von dort aus an der Küste zurück nach Porto-Vecchio.

GPS Tracks: GPS Track »Wanderung Trou de la Bombe & Purcaraccia«

Mittwoch, 4. Juni 2014 Relaxe, Bonifacio Stadtbesichtigung, Porto Vecchio Abendessen

Ruhetag – wir schlafen aus und Frühstücken etwas länger. Danach fahren wir nach Bonifacio – Besichtigung der Altstadt. Diese Stadt solle man sich auf jeden Fall anschauen, schon allein wegen der Lage an der Steilküste. In der Altstadt wandelt man durch schmale Gassen mit jeder Menge knuffiger Läden, Cafes und jeder Menge Restaurants in schöner Lage. Wenn es Windig ist sollte man eine Besichtigung vertagen weil dort der Wind in den Gassen ganz gut pfeift kann. Am Hafen kann man jede Menge Luxusschiffe bestaunen. Die Hafenpromenade ist sehr schön und lädt auch zum verweilen ein. Am späten Nachmittag fahren wir wieder zurück nach Porto-Vecchio weil wir uns schon ein kleines Restaurant mit Blick auf den Hafen fürs Abendessen angeschaut hatten. Das Abendessen mit Aussicht und tausenden von umherschwirrenden Mauerseglern ist sehr lecker.

Donnerstag, 5. Juni 2014 Wanderung ‚Bergerie Biltaza‘

Nach unserem gestrigen Ruhetag geht’s heute wieder in die Berge. Es ist extrem warm und wir fahren nur wenige Kilometer nach Vacca. Der Ort besteht aus 4 Häusern und die Straße endet dort. Parkplatz, Fehlanzeige! Wir drehen und parken in einer winzigen Einbuchtung an einem steilen Hang. Von dort aus starten wir unsere Wanderung. Im GPS habe ich die Tour aufgeschaltet – nicht umsonst. Der Weg, Pfad oder was auch immer geht mitten durch die Macchia oder bei uns würde man mitten durch die Hecke sagen. Einen Pfad kann man nur am Boden erkennen. An einigen Stellen muss man auf allen Vieren krabbeln um weiterzukommen – eine Machete wäre sinnvoll – würde uns aber Wochen beschäftigen. Nach ca. zwei Kilometern, dutzenden von Kratzern, 1000 Flüchen !!! ist der Spuk vorbei und der Weg wird etwas breiter. In Schlangenlinien geht’s es durch dichte Kiefernwälder – kaum Platz um mal eine Pause zu machen da die Sonne drückt – kein Wind. Kurz bevor man einen kleinen Bach quert, finden wir doch noch ein schattiges Plätzchen und machen auf einem großen Findling Pause. Danach geht’s auf einen Forstweg, der aber so ausgespült ist, dass dort bestimmt jahrelang schon kein Auto mehr gefahren ist. Ungefähr nach einem Kilometer geht’s dann nochmal links in einen Pfad der auf die große Wiese unterhalb der Bergerie führt. Putzig, ein fein mit einem große „P“ gekennzeichneter Parkplatz! Die Bergerie besteht aus vielen kleinen Hütten, die sich fast alle in einem guten Zustand befinden. Unterhalb steht eine Marienstatue,an einer kleinen Freiluftkapelle. Die Bergerie ist nicht bewirtschaftet. Wir steigen an den Häuschen vorbei auf einen Aussichtsgipfel. Von dort aus hat man eine tolle Aussicht bis zur Bavella und nach Porto Vecchio. Nach einer kleinen Rast an einem Steintisch in einem schattigen Vorhof wandern wir wieder auf dem gleichen Weg zurück – leider auch wieder durchs Gebüsch……….

GPS Tracks: GPS Track »Wanderung Bergerie Biltaza«

Freitag, 6. Juni 2014 Wanderung ‚Lion de »Roccapina«

Bevor wir morgen nach Norden in die Berge aufbrechen geht’s heute noch mal an den Strand. Wir haben uns aber für einen etwas abgelegeneren, schönen Sandstrand entschieden, der nur zu Fuß erreichbar ist. Wir fahren von Porto Vecchio zur Westküste. Bei der »Auberge Coralli« ein paar Kilometer hinter  »Pianottoli-Caldarello« biegen wir links auf eine derzeit gut befahrbare Piste ab. Man kann auch von dort laufen, was jedoch nicht empfehlenswert, da der Weg recht staubig und langweilig ist. Man fährt bis zum Parkplatz am Ende des Weges. Nun geht es endlich los. Der Pfad führt erst einmal Richtung Sandstrand, dann rechts in die Hecke und steil bergauf bis zum Genueser-Turm. Der erste Strand ist gut besucht, das türkisfarbene Wasser ist aber wirklich sehr verlockend. Vom Turm aus blickt man auf beide Sandstrände, wobei uns Ziel deutlich länger ist und von hier ziemlich unbesucht ausschaut. Vom Turm steigt man wieder ein paar Meter ab und folgt dem Weg weiter auf die andere Seite des Hangs. In Serpentinen schlängelt sich der Weg zum Stand. Hier hat man alle Möglichkeiten sich zu Entfalten. Viele alte Bäume geben genügend Schatten und die Stämme eine gute Sitzgelegenheit. Wie in der Karibik präsentiert sich der Ozean, kaum eine Menschenseele – Herz, was willst Du mehr!
Für den Rückweg folgt man dem Strand einige hundert Meter bevor der Pfad dann wieder durch Gebüsch geht. Hier gibt’s viele Verzweigungen, Abkürzungen und Möglichkeiten sich zu verirren – also immer schon aufmerksam oder per GPS… Nach ein paar Kilometern kommt man wieder am Parkplatz heraus. Bei der Auffahrt auf die Hauptstraße steht die Sonne schon etwas tiefer und jetzt kann man richtig gut erkennen warum die kleine Halbinsel Lion heißt – die Steinformation sieht aus wie ein liegender Löwe.

GPS Tracks: GPS Track »Wanderung Lion de Roccapina«

Samstag, 7. Juni 2014 Stand »Palombaggia«, Fahrt über Corte nach Moltifao.

Nun heißt es Abschied sagen von Pianelli dem kleinen Vorort von Porto Vecchio. Wir haben das Auto gepackt und wollen aber noch einen kurzen Abstecher zum Strand von Palombaggia machen. Am frühen morgen ist hier noch alles sehr ruhig und wir schlendern mit den Füssen durch Wasser. Der Stand ist toll aber doch eher was für reine Sonnenanbeter. Der einsamem Strand bei Roccapina ist da schon noch was anderes – aber da kann man natürlich nicht mit dem Auto hinfahren. Wir düsen nun auf der ‚Schnellstraße‘ Richtung Norden. Bei Aleria halten wir uns links nach Corte. Eingedeckt mit gefrorenen Erbsen halten wir unsere Lebensmittel trotz extremer Hitze kühl. In Corte nutzen wir deshalb auch die kühlere Tiefgarage. Ein kleiner Stadtbummel muss aber sein. Corte ist schon sehr sehenswert. Am Nachmittag brechen wir dann zum letzten Abschnitt unserer Fahrt auf – kurz hinter Ponte Leccia führt die Straße rechts ins Ascotal nach Moltifao. Natürlich fahren wir hier erst einmal falsch und besuchen den Hauptort. Nach einem kleinen Telefonat mit unserem Vermieter holt er uns ab. Wir folgen ihm in den kleinen Örtchen Ponte der zum Hauptort Moltifao gehört 😉 Die FEWO ist ein absoluter Hammer und von der Terrasse aus hat man einen fantastischen Blick in die Berge.

Sonntag, 8. Juni 2014 Wanderung »Tavignano« Tal

Heute Morgen fahren wir nach Corte und starten unsere Tour am Parkplatz unterhalb der Citadelle. Von dort aus geht’s etwas links ins Tavignano Tal. Es ist Sonntag und auch viele Einheimische sind bei diesem tollen Wetter unterwegs, jedoch verläuft sich das. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und die Wanderung führt immer dem Flussverlauf des Tavignano folgend auf der rechten Seite entlang. Die Sonne scheint hier extrem erbarmungslos auf uns nieder, kein Lüftchen dreht sich – man hat kaum eine Möglichkeit ihr auszuweichen. Nach etwa 1,5 Stunden erreicht man eine alte Schutzhütte aus Stein, bei der man den Antia-Bach überquert. Eine kleine Gelegenheit sich abzukühlen. Nach und nach verliert sich nun etwas die Nähe zum rauschenden Wasser, während die Schlucht enger und felsiger wird und man immer wieder von oben schöne Aussichten auf den Flussverlauf hat. Die hoch aufragenden Tafoni-Felsen sind hier besonders beeindruckend und machend die Wanderung zu dadurch zu einem besonderen Genuss. Der heute nur etwas dadruch getrübt wird, da wir auf kleiner Flamme gegart werden! Der Pfad ist oft mit schönen Steinen ausgekleidet und gut gesichert. Schließlich weiten sich die Felswände wieder und am Ende der »Gorges du Tavignano« erreicht man nach ungefähr 2,5 Stunden wieder das Ufer des Tavignano und eine Brücke, über die man auf die andere Seite und weiter zur Sega-Hütte gelangen kann. An dieser Stelle gibt es nun einige einladende Badegumpen, die zum Verweilen einladen. Was wir selbstverständlich zusammen mit vielen anderen auch tun; ab ins kühle Nass! An einer kleinen Quelle etwas oberhalb vor der Brücke können wir unsere Wasserbeutel auffüllen – was dringend notwendig war. (Bei extremer Hitze reichen 2Liter nicht aus). Die Wanderung ist übrigens ein Teilstück des Fernwanderweges Mare a Mare Nord und ein absolutes Muss. Würde man hier weiter wandern gelangt man auf das Hochplateau des »Lac de Nino« – unser Ziel am Dienstag.

GPS Tracks: GPS Track »Wanderung Le Tavingnano«

Montag, 9. Juni 2014 Fahrt Golo-Tal, Calacuccia, Evisa, Porto, Scandola, Calvi, Moltifao

Nach der herrlichen Wanderung von Gestern geht’s heute auf Erkundungstour mit dem Auto ins Golo-Tal. Nach der Siedlung Santa Regina verengt sich die Schlucht und die Fahrstrecke wird fast Einspurig die Aussicht ist klasse und Lioba plant schon eine Tour durch den Talboden. Unterhalb des Ortes Calacuccia liegt ein Süßwasserstausee. Der Ort ist einer der Ausgangspunkte für die Besteigung des 2706m hohen »Monte Cinto«. Auf dieser Seite mit viel weniger Schneefelder als von Norden. Wir fahren weiter über Albertacce und gelangen in ein sehr waldreiches Gebiet. Hier ist Vorsicht geboten denn an fast jeder Ecke liegen oder stehen Wildschweine oder verwilderte Hausschweine oder wilde Hausschweine oder Wildschweine mit rosa Flecken oder Hausschweine mit wilden Borsten. Ab und an halten wir an und werfen einen Blick auf die vielen kleinen Wasserfälle die ins Tal rauschen. Am Cole de Vergio erreichen wir den höchsten Punkt 1467m. Auf der anderen Seite geht es steil hinunter entlang malerischer Orte. Über Evisa gelangen wir nach Porto, dort halten wir uns rechts Großrichtung Calvi. Wir fahren am Rand der Halbinsel La Scandola vorbei. Diese ist von der UNESCO als Weltkulturerbe ernannt worden und der älteste Nationalpark Korsika bzw. Frankreichs. Die Halbinsel ist nur zu Fuß zu erreichen oder per Ausflugsboot von Porto, aber unter der Aufsicht des »Parc Naturel Regional de la Corse«. Über Calvi und L´IIe Rousse gelangen wir am Abend wieder zurück nach Ponte Leccia. Eine wunderschöne Aussichtstour!

Dienstag, 10. Juni 2014 Wanderung »Lac de Nino«

Am gestrigen Tag haben wir bei durchfahren des Golo-Tals schon mal unseren Parkplatz für unsere heutige Tour ausgekundschaftet. Wir starten sehr früh – ohne Frühstück weil die Anfahrt doch einige Kilometer beträgt. Ein kurzes Picknick am Parkplatz und unsere Wanderung zum »Lac de Nino« beginnt. Wie bei den meisten Wanderwegen ist auch dieser sehr gut Ausgeschildert und verläuft erst immer an einem kleinen Bach entlang. Die vielen silbrige glänzenden abgebrochenen Baumstümpfe sind künstlerisch mit Steinen ausgekleidet und sehr schön anzuschauen. Nach dem Erreichen der »Bergerie de Colga« führt der Pfad nun steil in Serpentinen hinauf. Da der Weg nicht weiter befestigt ist, zieht sich der Marsch durch das Geröllfeld etwas aber wir sind aber auch verwöhnt von den Wegen in den Alpen. Kurz vor dem Übergangs »Bocca a Stazzona« quert man noch einige Schneefelder. Hier ist die Natur erst gerade aus dem Winterschlaf erwacht – die kleinen Sträucher haben noch keine Blätter gebildet und die Knospen stehen in den Startlöchern und dazwischen kleine Krokussen. Am Übergang hat man eine Aussicht die ihres Gleichen sucht. Vor einem liegt der »Lac de Nino« mit einem natürlichen Bachlauf und vielen kleinen Pozzies. Im Hintergrund liegen die schneebedeckten Gipfel des »Rotondo Massifs«. Wir wandern am linken Seeufer bis ein Weg mitten durch die Pozzies führt, danach geht es am anderen Seeufer zurück. Schweine, Kühe und Wildpferde laufen hier frei herum. Ein kleines Pony ist sogar so zahm, dass es uns freudig begrüßt und um Futter betteln. Das Ponyfohlen was brav immer hinter Mama hertrabt ist derart goldig, dass man einen Zuckerschock bekommen könnte! Kurz überlege ich, wie ich die beiden mit Heim nehmen könnte.
Zurück auf der Anhöhe müssen wir leider die tolle Landschaft verlassen. Der Weg führt dann auf der gleichen Strecke zurück zum Parkplatz. Eine echte TOP Tour auf Korsika. Hinweis der Weg ist wieder ein Teil des GR20.

GPS Tracks: GPS Track »Wanderung Lac de Nino«

Mittwoch, 11. Juni 2014 Klettern bei Busso, Ritchiusa Schlucht

Wir Frühstücken heute länger und fahren mit dem Auto über Corte nach Bocognano. Von dort aus über eine One-Way Piste zum Wanderparkplatz in Busso. Wir packen unsere Klettersachen und marschieren zur »Ritchiusa« Schlucht. Bei einer Abzweigung folgende wir ‚Sites d´Escalates‘ (Klettergebiet). Da wir uns vorher die Topo aus dem Internet geholt haben können wir uns die schönen Touren herauspicken. Der Fels ist klasse schon griffig und überhaupt nicht speckig. Der Andrang hält sich auch in Grenzen, nur zwei Kletterer tänzeln in den Felsen. (Topo Pläne kann ich als PDF versenden – leider gibt es die schwedische?! Webseite gibt es nicht mehr) Am späten Nachmittag relaxen wir noch in den Gumpen am Ende der Schlucht.

Donnerstag, 12. Juni 2014 Stadtbesichtigung Calvi

Heute gibt es noch eine Stadtbesichtigung in Calvi. Wir parken unterhalb der Wehranlage. Die Altstadt ist sehenswert aber wesentlich touristischer als Corte eher wie Bonifacio. Beim Blick in die Berge fällt der schon enorme Höhenunterschied auf. Man kann den Schnee am Monte Cinto gut erkennen und das sind dann schon 2700hm Differenz. Direkt am Hafen gibt es viele Restaurants und am mittags probieren wir das »Natilus« ein wie wir finden sehr gutes Fischrestaurant. Die Muscheln sind zu Empfehlen. Nachmittags fahren wir noch nach L´IIe Rousse. Bis auf den schönen Stand ist der Ort eher nix für uns und so fahren wir wieder zurück nach Ponte.

Freitag, 13. Juni 2014 Wanderung ‚Ascotal‘

Buh-wäh der letzte richtige Tag in Korsika – wir wollen ins Ascotal und bis zum Talschluss unterhalb des Capu Larghia wandern. Schon beim Einstieg ist die Aussicht atemberaubend. Entlang vieler Kaskaden schlängelt sich der Weg zum Talschluss. An den Flanken der 2440m hohen Capu Larghia liegt noch eine Menge Schnee und macht dadurch auch die Dimension sichtbar. Kurz vor einer Holzbrücke halten wir uns weiter rechts und gelangen so in den hinteren Bereich des Tals. Zum Monte Cinto würde man über die Brücke aufsteigen – den ZickZack Weg kann man noch einige Meter verfolgen bis er über eine Flanke verschwindet. Auch hier liegt noch reichlich Schnee. Hinten angelangt genießen wir die spannende Aussicht und die imposanten Wolken – die sich langsam zu Gewitterwolken auftürmen. Bevor wir noch nass werden brechen wir auf und folgen dem Weg wieder zurück zum Parkplatz an der Skistation. Als wir am Auto ankommen entladen sich die Wolken – buh noch mal Glück gehabt. Aber Wasser ist hier auch wirklich mal nötigt. Allerdings erreicht es nicht wirklich die tierfer gelegenen Regionen. Im Rückspiegel können wir die Macht des Gewitters in den Bergen bewundern ohne das hier ein Tropfen Regen fällt.
Nach einem sehr schönen warmen Abend auf unserer Terrasse, ist es Zeit sich zu verabschieden….

Samstag, 14. Juni 2014 Heimreise

Noch einmal locker frühstücken, danach Auto packen und noch ein paar Dinge im Supermarkt kaufen. Dann geht’s zurück zum Flughafen nach Calvi. Auto (sauber) abgeben sonst bezahlt man 135€ Reinigung, was kein Witz ist. Sollte aber kein Problem sein mit 1€ für Staubsauger und 1€ für den Hochdruckreiniger ist man auf der sicheren Seite. Eine Dame an der Mietwagerückgabe schimpft vor sich hin, weil sie zahlen muss. Aber eigentlich hängen reichlich Hinweisschilder in X Sprachen, die auf die Reinigungsgebühr hinweisen. Tja auch hier gilt, wer liest ist im Vorteil!
Der Flieger hebt pünktlich ab und schon sind 2 Wochen rum wie nix… aber wir werden wiederkommen, dann mal eventuell mit einen Reisemobil oder sowas es gibt ja noch das ein oder andere zu sehen – Monte Cinto – Scala Santa Regina im Golo Tal – Aiguilles de Bavella – und so weiter …

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