2014.08 Hoch»wasser«tour in den Stubaier und Ötztaler Alpen

Voller Tatendrang starten wir – Martin, Horst-Dieter und ich am Freitag Mittag unsere Fahrt nach Sölden in Tirol. Ohne Schwierigkeiten erreichen wir bei schönem Wetter unsere Unterkunft bei Alexandra Fiegl. Zum Gemeinsamen Abendessen treffen wir auch unsere anderen Mitstreiter(innen) Jessica, Carsten und Hans. Da unsere erste Hütte auf 3200 Meter liegt hatten wir uns kurzerhand entschieden, wenigstens einmal auf 1400 Meter zu Übernachten um eventuellen Kopfschmerzen vorzubeugen ;-). Nach einer erholsamen Nacht, fahren wir am nächsten Morgen mit dem Auto zum Parkplatz Timmelsbrücke im Südtirol. Von dort aus startet unsere Tour hinauf durchs Timmelstal, entlag der Timmelsalm weiter am Schwarzsee vorbei zur Schwarzwandscharte (leider mit viel Regen). Von dort gings in zwei Seilschaften üben den Übeltalferner zum Becherhaus in 3200 Meter Höhe.

Gesamtstrecke: 11.34 km
Maximale Höhe: 3192 m
Gesamtanstieg: 1809 m
Download file: 20140809_aufstieg_becherh_.gpx

Am Becherhaus erwartet uns ein herzlicher Empfang. Wie gut das Carsten unseren Hüttenwirt Ernst sehr gut kennt und so bekommen wir in der vollen Hütte ein kleines separates Lager nur für uns – Klasse und vielen Dank! Im Generatorraum ist es möllig warm und so sind unsere Sachen, die doch recht nass geworden waren, schnell trocken. Nach einem späteren Abendessen planen wir bei einem leckerem Bierchen noch unsere Tour für morgen. Danach gings ins Bett.

Verwundert wache ich nach einer »fast« durchgeschlafen Nacht – was auf dieser Höhe eher selten ist – auf und sehe einen grandiosen Sonnenaufgang. Ein sehr einfaches Frühstück stärkt uns für den Tag. Danach geht´s hinauf zum Signalgipfel auf 3399m. Über den »Roten Grat« geht es zum Geißwandferner und von dort zur Teplizer Hütte. Eine kurze Rast und schon wandern wir weiter Oberhalb des Vogelhüttensees. Die letzte Etappe ist der Aufstieg zurück zum Becherhaus über einen gesicherten Steig. Ein leckers Abendessen in einer nur noch halb vollen Hütte lassen den Abend entspannt ausklingen…

Gesamtstrecke: 10.37 km
Maximale Höhe: 3399 m
Gesamtanstieg: 1135 m
Download file: 20140810_rundtour_roter_grat.gpx

Leider blieb uns das schöne Wetter nicht treu und so standen die Wolken am nächsten Morgen sehr tief. Im leichten Regen starten wir unseren Hüttenwechsel. Unterhalb der Müllerhütte lässt der Regen nach und so können wir wenigstens noch ein paar Übungen am Gletscher durchführen. Danach gehts hoch zur Hütte wo uns Heidi und Lukas leckere Spagetti servieren.

Am nächsten Morgen analysieren wir zusammen die Wetterlage. Zur Zeit ist es nur am Regnen jedoch soll es schlimmer werden. Nach langem hin und her entscheiden wir uns doch heute schon für den Abstieg nach Sölden um eventuell übermorgen zum Ramolhaus aufzusteigen – dem Starkregen würden wir dann jedoch in Sölden aussitzen – grrrrr! Der Abstieg ist feucht – auf der Timmelsalm machen wir kurz Rast und geniessen die Brettljause. Danach gehts zurück nach Sölden wo wir wieder bei Alexandra ein Unterkunft bekommen. Es regnet die komplette Nacht durch. Nach dem leckern Frühstück gehen wir im strömenden Regen den Waalerweg zur Moosalm. Von dort aus über die neue Brücke im oberen Teils des Ortes. Der Wasserstand hatte schon enorme Ausmaße bekommen und es regnete weiter. Wir machen einen Abstecher über den Sparmarkt und deckten uns mit einigen Leckereien ein. Gegen Mittag ist der Wasserstand so hoch, dass im Ort Katastrophenalarm ausgerufen wird. Einige Keller werden bereits ausgepumpt. An vielen Brücken oder Einmündungen weiterer Bäche sind Bagger und anderes schweres Gerät positioniert. Am Nachmittag hörte der Regen auf und der Wasserstand stagnierte – Glück gehabt!

Gesamtstrecke: 4.68 km
Maximale Höhe: 1498 m
Gesamtanstieg: 263 m
Download file: 20140812_regentour_.gpx

Unsere Planung für den nächsten Tage hatte sich damit erledigt, da es kein Zeitfenster geben würde eine Besteigung des Ramolkogels oder der Wildspitze durchzuführen. Wir entscheiden uns für eine überschaubare Panoramarunde von Rettenbachferner nach Vent für den morgigen Vormittag. Bei einer schönen Runde auf dem Balkon wird der Frust über das schlechte Wetter mit etwas Stiegl Bier weggespühlt. Am nächsten morgen werden wir schon wieder enttäuscht – trotz besserer Wettervorhersage regnet es weiter. Nach einer Abstimmung entscheiden wir uns die Tour früher abzubrechen und nach Hause zu fahren. Shit – what a bitch! (:-(

Trotz alle Problemen wegen des Wetters war es eine schöne Tour mit einer tollen Truppe. Diese Tour ist nur aufgeschoben…

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