2016.06 – Ostsee Kurzurlaub in »Prerow am Darß«

Nach vielen Schwärmereien und Beispielphotos meiner Kollegin wollten wir schon immer mal an die Ostsee, zum Fischland-Darß-Zingst. Ende des Winters haben wir dann kurzentschlossen eine Unterkunft im Ostseebad Prerow auf dem Darß gebucht. Dafür sollte das Lange Wochenende um den Feiertag Christi-Himmelfahrt dienen. Die Wetteraussichten sind erstklassig und deshalb fahren wir sehr früh los. So hat man noch was vom Anreisetag.
Gesagt getan, wir kommen gut durch und suchen uns dann am frühen Donnerstag morgen in Prerow erstmal einen Bäcker für ein kleines Frühstück. Danach erkunden wir die Umgebung von Prerow und den Darßer Urwald. Die Ostsee begrüßt uns bei strahlenstem Wetter, mit fein weißem Sandstrand und karibikblauer See. Toll!
Nach einer leckeren Waffel mit einem Pott Kaffee bei Hein & Stin können wir am Nachmittag unsere Unterkunft beziehen. Eine sehr schön eingerichtete, große FeWo in der alten Apotheke.
Fürs Abendessen haben wir uns schon die Steinbar beim Vorbeigehen ausgesucht. Hier gibt es leckere Burger und Steaks (na, das Störtebecker Schwarzbier soll auch nicht unerwähnt bleiben)!

Kurz vor Sonnenuntergang fahren wir mit den Bikes durch den Darßer Urwald zum Weststrand. Hier erhoffe ich mir ein paar Sonnenuntergangsbilder. Danach geht es im Lichtkegel unserer Bike-Lampe durch den finsteren Wald zurück zur Unterkunft.
Was spassig und etwas unheimlich zugleich ist. Die ersten drei Schatten vor denen Lioba zurückzuckt, sind nur Schatten aber der vierte ist dann doch ein Reh! Huch, um uns herum wildes Getrappel im Unterholz. Wer hat sich wohl mehr erschrocken?

Am nächsten Morgen starten wir zu einer Wanderung. (kurz Urwald, Weststrand, Darßer Ort, Nordstrand und Seebrücke) Wir starten bei unserer Unterkunft und gelangen über die Waldstraße in einen der vielen Wege durch den Darßer Urwald. Ein toller Mischwald mit vielen Feuchtflächen und kleinen Seen. Die Wegführung ist relativ einfach, so dass alle Hauptwege Richtung Weststrand führen. Leider nerven uns viele hunderte Stechmücken, die ich um diese Zeit hier eigentlich nicht vermutet hätte. Nur gut das die heute nicht so stechfreudig sind! Am Weststrand angekommen fühlt man sich wie in der Karibik – heller fast weisser feiner Sandstrand – blaues klares Meer – und grüne Ostseepalmen!
Nee, Scherz bei Seite – stattdessen reicht dichter Wald mit bizarr vom Wind zerzausten Buchen und Kiefern bis an den Sandstreifen an der Ostsee heran. Wir folgen dem Strand nach Norden und gelangen bei erreichen der Kernzone des Nationalparks über einen Bohlenweg in die Dünenlandschaft.
Ein nettes junges Mädel möchte uns zum Urlaub hier und dem Nationalpark befragen, da machen wir natürlich gerne mit und streichen ein paar Gummibärchen als Belohnung ein.
Auf die Frage wo wir in Deutschland schon weitere Nationalparks besucht haben, müssen wir doch sehr überlegen. Erst im Nachgang stellen wir fest, es waren mehr als gedacht! Derzeit gibt es 16 Nationalpark in Deutschland! Wer hätte das gedacht und wir waren somit schon im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Eifel, Kellerwald-Edersee, Harz und Hunsrück-Hochwald. Weitere wie der Schwarzwald und die Sächsische Schweiz stehen auf der Wunschliste.

Am Darßer-Ort kann man schön die verschiedenen Vogelarten bewundern. Leider konnten wir keine Seeadler sehen – Schade. Aber der Weg durch den Nationalpark ist wegen der vielen Menschenmassen in den Sommermonaten stark reglementiert. So kann man sich hier nicht in die Büsche schlagen und mit dem 600 Tele Aufnahmen der Vögel machen. Verständlich, ganz klar, aber wir freuen uns schonmal auf die Dünen von Durness in Schottland, da ist man meist allein!
Umringt vom Ried begegnet uns noch eine recht große Gruppe Hirsche, hier in den Dünen, an der Ostsee…..
Wir erreichen danach den Nothafen und über eine kleine Holzbrücke den Nordstrand. Ab hier gibt es wieder den normalen Seebadstrand, der aber in jetzt noch nicht so überfüllt ist. So können wir bequem an der Wasserkante bis zur Seebrücke wandern. Nach einer schönen Aussicht von von der Seebrücke, gönnen wir uns noch ein leckeres Bier im Darßer-Brauhaus bevor es nach Hause geht.

Gesamtstrecke: 21.34 km
Maximale Höhe: 22 m
Gesamtanstieg: 144 m
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Am dritten Tag starten wir zu einer Radtour über den Zingst. Zuerst führt uns der Radweg entlang des ewig langen Nordstrands. Wir haben leichten Gegenwind kommen aber sehr gut voran, da es hier im Gegensatz zu Daheim eben flach ist. Angekommen im Ort Zingst fahren wir zum kleinen Hafen. Danach geht es immer über die Deichstraßen des Boddens an die Westspitze von Zingst. Von hier ab machen wir einen kleinen Umweg zur „Hohen Düne“ Die Bikes stellen wir an einem Radparkplatz ab und gelangen über einen Bohlenweg zur „Hohen Düne“. Über einen Aussichtsturm erhalten wir einen sehr schönen Blick über den Küstenstreifen. Danach geht es wieder mit Rückenwind zurück nach Zingst. Bei 30° Grad Hitze, ohne kühlenden Gegenwind, machen wir einen kurzen Stopp an der Zingster Seebrücke. Dort können wir bei einem netten Gespräch mit zwei Münsteraner Busfahrern unsere Wasservorräte auffüllen. Weiter geht unsere Fahrt zurück nach Prerow. Im Ort trinken wir noch einen leckeren Kaffee bevor wir zurück in unseren Unterkunft fahren.

Gesamtstrecke: 58.14 km
Maximale Höhe: 9 m
Gesamtanstieg: 108 m
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Fürs Abendessen zieht es uns nochmal zur Seebrücke ins Restaurant Seeblick. Eine wirkliche Empfehlung für Fischgerichte, vor allem wenn man einen Tisch draußen auf dem Balkon ergattern kann. Essen mit Aussicht!!

Am Abreisetag fahren wir noch nicht direkt nach Hause sondern legen noch einen Zwischen stopp im Ostseebad Warnemünde. Wir ziehen noch eine Runde durch die Altstadt und über den Fischmarkt. Eine wirkliche Empfehlung »Stremellachs im Brötchen«. Danach geht es über vielen Umwege über staugeplagte Straßen nach Hause ins Siegerland.

Fazit: Einfach genial – wir kommen bestimmt wieder!

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