2017.08 Hochtour ins Schweizer Wallis und Alpinklettern im Wetterstein

nach mal wieder zweimaligen verschieben unserer geplanten Hochtour, hat es dann am 20. August geklappt die Tour zu starten. Ich traf mich mit Thomas, der bereits in der Schweiz war, im Städtchen Visp. Danach fuhren wir wie verabredet nach Saas Grund. Von dort mit der Hoch-Saas Bahn zum Kreuzboden. Nach einem kurzen Aufstieg erreichten wir die Weismieshütte. Unsere Einstiegstour diesmal ein leichter 4000er – die Weismies 4027m Kategorie PD. Früh am Morgen stiegen wir auf Richtung Hoch-Saas. Oberhalb der Unterkunft bestiegen wir den Triftgletscher. Diesen quert man und erreiche einen großen Eisbruch.

In Zickzack steig man sehr schnell auf. Nach dem Erreichen des Kamms folgt man diesen bis zum Gipfelaufschwung. Hier wurde es recht schnell ungemütlich. Die Temperaturen lagen bereits unter Null Grad und der Wind frischte deutlich auf. Leider war die Sicht am Gipfel gegen Null und die Windgeschwindigkeit glich einem kleinen Sturm so das der Windchill Effekt die -10° Grad erreichte. In einer windgeschützten Mulde zogen wir uns am Gipfel noch die Thermowäsche an. An einen langen Aufenthalt war nicht zu denken und so entschieden wir uns recht schnell für den Abstieg. 

Am nächsten Tag stiegen wir weiter ab ins Tal. Nach abchecken der Wetterlage entschieden wir uns nicht auf die Grand Mountet ins Val d’Anniviers zu wechseln sondern nach Täsch auf die Täschhütte. Eine neu umgebaute Hütte mit alten Scharm und kostenlosen W-Lan?!

Um 3:00Uhr ist die Nacht vorbei. Wir starten nach einem kleinen Frühstück zum Rimpfischhorn Kategorie AD- max 3 Grad. Eine recht lange Tour von der Täschhütte. Das Wetter ist gut aber recht kühl. Nach einem knackigen Anstieg erreicht man ein Plateau mit herrlichem Ausblick auf die umliegenden Gipfel die in der aufgehenden Sonne leuchten – einfach genial. Von hier aus muss man leider 200 hart erkämpfte Höhenmeter absteigen um auf den Gletscher zu gelangen. Wir queren den Mellichgletscher und gelangen nach einiger Zeit auf den Rimpfischsattel auf über 4000m. Nun geht es steil hinauf und in schöner Kletterrei max. 3 Grad erreichen wir den Gipfel in 4199m. Der Abstieg führt über den gleichen Weg zurück zur Hütte.

Entspannt geht es am nächsten Tag zurück nach Ottawe. Unser Ziel für heute Abend heißt Garmisch Patenkirchen.

Nach einigen Stunden – die wir etwas unterschätz haben – erreichen wir am Abend GAP. In einem Gewitter mit extremen Regenschauern suchen wir uns noch schnell eine Unterkunft. Wir hofften das sich am nächsten Tag der Regen verzogen hat und wurden nicht enttäuscht. Früh am Morgen fuhren wir zur Alpspitzbahn. Zum Einstiegspunkt unserer Kletterroute benötigten wir nochmals 30 Minuten.  Den ersten Teil der Tour BW3 / Meckipfeiler max.4- Grad, von hier geht man über die Adamplatte max. 4 Grad zum Gipfel. Der Rückweg führt über einen gesicherten Steig auf der Rückseite der Alpspitze zurück zur Station. Nach einer erfrischenden Dusche geht es zu Abendessen in das Gasthaus zur Schranne mit Livemusik und leckerem Weissbier.

Gesamtstrecke: 15.52 km
Maximale Höhe: 4208 m
Gesamtanstieg: 1834 m
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Jens

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2015.08 Hochtourenwoche in der Dauphiné (französische Westalpen)

geplante Touren:

  • Tete Nord du Replat – 3442m – East South Ridge – PD / Klettertour 3b*
  • Le Rateau 3809m F im Eis 3c* im Fels (lange Tour 5-6h nur Gipfel)
  • Barre des Ecrins – 4102m PD+ 3c* / Dome de Neige – 4008m PD
  • Alternative: La Meije 3983m (Pic Central 3970m 3c* oder Pic Oriental 3891m)

Nach einem Bericht in der DAV Panoramazeitschrift wurde von ca. zwei Jahren unser Interesse an der Dauphine geweckt. Eine sehr wilde abgelegene Gegend mit steilen hohen Bergen und häufigen Schönwetterphasen im Sommer dank der Nähe zum Mittelmeer.

Eine ordentliche Vorbereitung für solch ein Abenteuer ist ein Muss! Drum wird Kondition durch Biken und Laufen trainiert. Kletterroutine können wir am Elberskamp, Scharpenbeul und Kapplerstein erlangen. Detailierte Informationen bekommen wir auch durch einen Besuch bei unserem Kletterfreund Henk. Nach einmaligen Verschieben unserer Tour starten wir am Samstag den 15. August Richtung Süden. Über Basel, Bern, Grenobel erreichen wir gegen Abend  »Saint Christophe en Oisans«. Unsere Unterkunft »Plan du Lac« liegt direkt am Fluss Le Vénéon.

Am nächsten Morgen starten wir erst zu einen kleinen „Einkletterei“ in der Nähe von La Berarde. Etwas später am frühen Nachmittag fahren wir dann zum Wanderparkplatz oberhalb von »Saint Christophe en Oisans«. Von hier starten wir unseren Aufstieg zum Refuge de la Selle. Im Tal scheint die Sonne jedoch ein Blick hinauf Richtung Selle Hütte lässt erahnen, dass es etwas ungemütlich werden kann. Dicke Wolken ziehen auf…

Gesamtstrecke: 7.92 km
Maximale Höhe: 2676 m
Gesamtanstieg: 1087 m
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Eine halbe Stunde später bekommen wir eine ungewollte Dusche. Doch leider hält dieser Zustand weiter an und wir müssten einen Belastungstest unserer Wetterschutzausrüstung durchführen. Wir erreichen die Sellehütte etwas klamm – aber die Ausrüstung hält Stand. Wir sind heute die einzigen Gäste der Hütte und deshalb können wir die etwas feuchten Sachen im Aufenthaltsraum der Hütte bei ca. 18° trocken. Die Hütte ist rustikal aber die Pächter sind freundlich und hilfsbereit. Ein leckeres Abendessen lässt unsere Akkus wieder aufladen. Ein Blick nach Draußen – Sicht 1m! Aber der Hüttenwirt meint, dass es morgen Klasse wird… Wir legen uns früh hin den um 4:00h ist Frühstück.

0:55h ich checke die Wetterlage weil ich mal austreten muss und die Toilette 50m vom Haupthaus ist. Sternenklar! Goil… Wir frühstücken in aller Ruhe und starten im Dunkeln Richtung Gletscher. Dort steigen wir durch ein kleines Geröllfeld ab und können ohne Steigeisen die ersten Meter auf dem Eis zurücklegen. Der Gletscher ist Flach, Aper und lässt sich sehr gut begehen. Am Fuss des Tête Nord & Sud du Replat wird es ziemlich steil. Nach 250hm erreichen wir den Col du Replat. Hier steigen wir ab bzw. nutzen die Abseilpiste. Etwas Links gelegen beginnt der South-East Ridge Klettergrat. Eine 1,5 stündiger Kletterspaß – ausgesetzt aber nicht zu schwierig max. 3b*. Angekommen am Gipfel des Tête Nord du Replat auf 3442m hat man einen 360° Panoramablick auf die lokalen Berge der Ecrins. Zum Abstieg nutzen wir einen weitere Abseilpiste durch die wir wieder auf den Glacier de la Sella absteigen können. Am Nachmittag sind wir schlussendlich wieder auf der Hütte. Dummerweise ist einer meiner Wanderstöcke durchgebrochen – Schade nach 14 Jahren Einsatz hat er mich nun verlassen… buhääh!

Gesamtstrecke: 8.87 km
Maximale Höhe: 3449 m
Gesamtanstieg: 1045 m
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Außer uns sind nun noch acht Franzosen auf der Hütte eingetroffen. Das Abendessen ist okay. Um 20Uhr schlagen 10 völlig fertige Hochtourengeher in der Hütte ein. Fast regungslos sitzen oder liegen die Leute eine Stunde Eingangsbereich rum. Krass! Wir haben Glück und so werden die Neuankömmlinge in ein anderes Zimmer verfrachtet und wir können gut schlafen – den die Nacht ist kurz. Frühstück 3Uhr.

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Jens

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2010.09 Bericht Tour Hochpustertal & Hohe Tauern

… wie jedes Jahr geht es Ende August zu einer kleinen Wandertour Richtung Süden. Geplant war die Besteigung des Großvenedigers ( 3667m ) in den Hohen Tauern. Die Übernachtungen waren gebucht, die Route geplant: Postalm (Obersulzbachtal) via Klettersteig zur Kürsinger Hütte (2 Tage) und dann Aufstieg zum Gipfel, Rückweg über den Normalweg.

Leider mussten wir am späten Donnerstagabend unseren Plan revidieren. Nach Auskunft des lokalen Bergführerbüros
war in den nächsten Tagen mit einer Schlechtwetterfront zu rechen, die sich am Alpenhauptkamm länger halten sollte.
Schweren Herzens wurden die Buchungen storniert  und eine Alternative geplant. Ins Hochpustertal soll es gehen,
denn das Wetter sollte da recht gut werden…

Um 2:30h in der Frühe ging‘s los. Ohne große Probleme erreichten wir sehr früh unser Lieblings – Wanderhotel in den Hohen Tauern. Dort durften wir die Bikes abladen und fuhren dann durch den Felbertauerntunnel Richtung Lienz zur Landesgrenze nach Italien (Südtirol). Angekommen im Hochpustertal machten wir uns auf Unterkunftssuche. Diese gestaltete sich allerdings recht schwierig denn –  was wir nicht bedacht hatten – ganz Italien hatte Ferien und da die Italiener recht heimatverbunden sind, waren fast alle Pensionen /Gasthäuser oder günstigeren Hotels ausgebucht oder wollten uns für den Kurzaufenthalt kein Zimmer geben. Nachdem wir schon überlegt hatten, unter welcher Brücke wir schlafen wollen, bekamen wir durch einen Zufall noch ein kleines Zimmer im Vierschacher Hotel Löwe. [ Klasse Hotel – sehr freundlich – spitzen Verpflegung (das Abendessen kam einem Gelage gleich) ]

Unternehmungen :

  • Wanderung Nationalpark Sexten (Moos): Durchs Fischleintal (sehr schöner Weg) zur Drei Zinnen Hütte (Menschenmassen wie am Berliner Hauptbahnhof -:))
  • Wanderung Lago di Misurina zur Cadini-Gruppe durch die »Forcella delle nevi« zurück zum Misurinasee
  • Rundwanderung Monte Piana inkl. 2 Klettersteige (Hauptmann-Bilgeri-Gedächtnissteig sowie Heeresbergführersteig)
    beide K2 jedoch oft durch kleine Steinschlagsperren unterbrochen. Leider sind die Einstiege (Abzweig vom Touristensteig) nicht wirklich gut zu erkennen. Es scheint auch, daß der Steig nicht häufig begangen wird.
    Die Kennzeichnung könnte sicher ohne großen Aufwand verbessert werden.

Am späten Sonntagnachmittag ging es dann bei schönstem Wetter zurück in die Hohen Tauern – dort war das Wetter ebenso gut wie in Südtirol.

Weitere Bilder in der Fotogalerie unter:
Hochpustertal, Hohe Tauern, Gruppenwanderung Wanderhotel Kirchner (Richterhütte)

Wie gewohnt fühlt man sich beim Wanderhotel Kirchner wie zuhause!

Am Montag zog es uns ins Untersulzbachtal. Eine wunderschöne kleine Wanderung vom Untersulzbachfall entlang des Wassers bis zur Stockeralm. In diesem Jahr versperrt eine Steinlawine den Weg an der Knappenwand. Eine Umleitung über den alten Jägersteig geleitet uns sicher Talaufwärts. Nach einer netten Unterhaltung
mit der Hüttenwirtin, die uns aus den Vorjahren wieder erkannt hat,  machen wir uns auf den Rückweg Richtung Mühlbach.

Der Wetterbericht für Dienstag versprach keine Grundlage für eine große Berg-Tour – Regen und ab 1200m starken Schneefall. Wir beginnen den Morgen mit einem Besuch im neuen Bramberger Heimatmuseum. Bei der tollen neu gestalteten Mineralienaustellung vergaß man die recht schlechten Bedingungen außerhalb des Hauses. Danach ging‘s noch zum Shoppen nach Mittersill. Am Nachmittag genossen wir das reichliche Wellness Angebot unseres Hotels.

Nach dem Sonnenaufgang am Mittwochmorgen sahen wir was die Kaltfront am Vortag angerichtet  hatte.
Schon weit unterhalb der Baumgrenze war der Winter eingezogen. Nix zart gepudert, wie wir es schon mal Anfang September erlebt haben, sonder richtig WINTER! Wir fuhren in das knapp 50km entfernte Raurisertal. Als erstes stapften wir bei immer wieder sonnigen Bedingungen durch den ca. 30cm hohen Schnee im Rausriser Urwald – der auch bei dieser weissen Pracht schön anzuschauen war. Am Mittag zog‘s uns in das nahe Krumltal – das auch das Tal der Geier genannt wir. Dort konnten wir die Ersten in Freiheit aufgewachsenen Bartgeier des Nationalparks Hohe Tauern beim Fliegen bewundern. Am Talende auf der
Bräuhütte beim Käsebrot gab es noch einige kleine Lawinenabgänge zu beschauen. Gar nicht mal ungefährlich wenn einem so ein Schneebrett vom Weg hauen würde. Aber wir waren weit genug weg.

Donnerstag – keine Wolke ist zu sehen – wir schwingen und auf´s MTB Rad´l. Von Mühlbach über Neukirchen zur Steineralm auf 1606m
dann hoch auf 1850m. Dort war leider Schluss denn wegen des Schnees gab´s kein Fortkommen mehr. Eine Klasse Aussicht in die tief im Schnee versunkenen 3000er der Hohen Tauern und super lecker Essen z.B. Pilzomlett mit frischen heimischen Pilzen
Strecke: ~50km / 1625hm / max: 16% ↑ GPS Daten folgen!

Freitag ging es dann mit Wanderführerin Martina vom Hotel Kirchner ins Krimmler Achental. Vom Tauernhaus bog der Weg ins Rainbachtal zur Richterhütte. Auf dem Weg traf ich verwundert auf meinen Arbeitskollegen Wolfgang Maiwald, der sich auf einer Hüttentour mit einigen Bekannten befand. Kurz hinter der Baumgrenze hatte der Hüttenwirt mit seiner Schneefräse den Weg etwas freigeräumt. Ab der Materialseilbahn ging‘s nur noch
auf einem kleine gespurten Weg durch 50cm hohen Schnee zur Richterhütte auf knapp 2400m. Automatisch fängt man an Weihnachtslieder zu summen…

Am Samstag gab´s »Pflichtprogramm« –  die Baumgartenalm im Mühlbachtal. Die Wetterbedingungen : Super Sonne, die sich mit kurzen Monsumregenschauern abwechselte. Was man nicht alles für den leckeren Pinzgauer Bergkäse macht…

Trotz des sicherlich verfrühten Wintereinbruchs ein erholsamer Urlaub im Hochpustertal und Pinzgau.
Sicherlich ist der Venediger auch im nächsten Jahr noch da – und wir werden bereit sein!

Viele Grüße Lioba und Jens

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2010.06 Urlaub » Korsika 2010 «

Großer Reisebericht von Lioba!

 

Ausflüge in Kurzform

  • Richiusa-Schlucht
  • Ajaccio
  • Cap di Muru
  • Tavignano-Tal
  • Calanche und Spelunca-Schlucht
  • Monte Renoso 2352m
  • Corte
  • Restonica Tal
  • Tizzano Col de Baracuja, Col de Longa und an der Col di Tavella
  • Cascade du Voile de la Mariée
  • Baden und Klettern in der Richiusa-Schlucht
  • Filitosa, Porto-Pollo
 
 
 

Weitere Bilder findet ihr in der Fotogalerie:
Korsika 2010

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2009.05 Elberskamp

am 10.05 haben wir (Michael Stötzel) und ich ein kleines Klettertraining im Steinbruch Elberskamp bei Heggen durchgeführt. Nach morgendlichem Frühnebel vom Gewitter des Vortags lud ein super sonniger Tag gerade zum Klettern ein.  Komisch war nur das wir bis 15:00h ganz alleine waren …. bestimmt das leckere Muttertagsessen 🙂 )
I. Alte Südwand „untere Kette“ ca. 30m  3
II. Köster ca. 23m  4+
III. Lokomotive ca.  23m 5
IV.After Six ca. 20m 6

… sorry über die schlechte Bildqualität der ersten beiden Bilder – aber leider haben wir beide unsere Ausrüstung zuhause gelassen – Ärgerlich ! Die Farbilder sind 2 Wochen später entstanden…

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