2018.05 – Kurzurlaub an die Ostsee nach »Prerow« an den Darß

»Fischland-Zingst-Darß die II. oder Der Besuch in der Twighlight Zone«

10.05.2018

Da wir den Tag bereist vor Ort verbringen wollen geht der Wecker um 01:00 des Nachts! *Gäääähn* Das ist selbst für mich Frühaufsteherin doch sehr früh aber sei drum. Die Anreise ist bis ein wenig Gezuckel rund um Hamburg problemlos und so erreichen wir gegen zehn die Halbinsel.

Nun erstmal ein schönes Frühstück in der Bäckerei Hagedorn in Ahrenshoop, wo wir auch direkt unser Brot einkaufen. Sehr nett dort!

Wir schauen in Prerow wo unsere FeWo ist und dann befreien wir unsere Räder und machen uns auf zum Weststrand. Ja, genauso schön hatten wir das in Erinnerung! In einem der Feuchtbiotope blüht es sehr schön und das heißt klar Anhalten und fotographieren. Drei-Zwei-Eins und meine Beine, Arme, Kopf und Alles hockt voller Mosikitos!!! Ach Du Schande! Igitt! Sofort wieder auf die Räder und Gas geben! Stehen geht gar nicht im Wald!

Am Weststrand am Leuchtturm herrscht wie erwartet bei diesem schönen Wetter reges Treiben. Wir ketten unsere Räder an einen Baum in Rekordzeit, da auch hier sofort die Blutsauger anrücken und runter an den Strand. Gut, hier geht Wind = keine Moskitos!
Wir drehen die Runde am Strand lang und dann über den Bohlenpfad Richtung Darßer Ort.

Gesamtstrecke: 26.01 km
Maximale Höhe: 12 m
Gesamtanstieg: 110 m
Download file: 201805_radtour1_prerow_weststrand.gpx

Schließlich ist es Zeit die Schlüssel zu holen und in die FeWo einzuchecken, die wirklich sehr schön ist.

Nach diesem doch so sehr langen Tag ist das Abendprogramm eher kurz d.h. Steinbar&Beer&Burger und dann ins Bett!!

11.05.2018

Ein lockere Sonne Wolken Mix begrüßt uns und nach einem ausgiebigen Frühstück beschließen wir die Große Runde nach Pramort zu drehen. Also Rucksäcke geschnürt und los. Ok, leider heißt das jetzt auch erstmal bis Zingst Rudel Radeln auf dem Deichradweg. Da unsere Räder hier nicht herpassen (sind aber nun mal die die wir haben) fallen wir auf und leider gibt es auch Menschen, die meinen sie hätten ein Anrecht darauf, darüber blöde Sprüche zu reißen! Das ist Jens egal, geht mir aber gewaltig gegen den Strich!

Hinter Zingst lichten sich die Reihen etwas und wir durchqueren das Schutzgebiet Sundische Wiesen. Schließlich erreichen wir Pramort und genießen ein wenig die Aussicht bis wir weiter düsen zur Hohen Düne. Das letzte Stück zu Fuß, recht zügig, weil auch hier lauern die Moskitos auf Futter. So ist die Beobachtung der brütenden Schwäne eher nur kurz. Von der Hohen Dünen hat man eine sehr schöne Aussicht über die Ostsee zumal das Wetter auch immer sonniger wird. Auf dem Rückweg machen wir einen kleinen Boxenstopp im Biergarten des Schlösschen Sundische Wiese. Hier kann man es gut aushalten! Für den weiteren Rückweg wählen wir den Weg am Bodden entlang und entdecken noch einen kleinen Pfad zu einer Aussichtsbank. Mittlerweile haben wir strahlendsten Sonnenschein und wir genießen dien Ausblick über die ruhigen Wasserflächen. Ein Seeschwalbe präsentiert uns derweil ihre Flugkünste bei der Jagd.
Dann wurschteln wir uns noch durch das arg trubelige Zingst Innenstadtgebiet und fahren über den Deich wieder nach Prerow. Ein Eis und eine Waffel bei Hein&Stin habe wir uns jetzt verdient.

Gesamtstrecke: 57.08 km
Maximale Höhe: 16 m
Gesamtanstieg: 210 m
Download file: 201805_radtour2_prerow__zingst.gpx

Zum Abendessen ‚wandern‘ wir zum Achtern Dieck und das heisst auf den letzten Metern eigentlich sprinten, wegen, ihr wisst schon, Moskito Alarm. Draußen sitzen ausgeschlossen, soviel Repellent kann man gar nicht nutzen. Aber Drinnen ist auch sehr schön, der Service sehr nett und das Essen wirklich super lecker! Empfehlung: Gemischte Fischplatte „Achtern Diek“ – verschiedene Edelfische, Muscheln und Garnele an Tomatenrisotto im Parmesankörbchen, buntem Gemüse und Safranschaum

Der Knaller!

12.05.2018

Bei schönem sonnigen Wetter beschließen wir heute eine weitere Runde mit den Rädern zu drehen. Also auf durch den Darßer Urwald zum Großen Stern und dann Richtung Ahrenshoop. Hm mit einem Mal wird es deutlich dunkler und in Windeseile ist die Sonne weg und fahren unter einer geschlossenen Wolkendecke. So ein Pech aber auch! Sei’s drum, weiter geht’s. Am Strandzugang machen wir kurz Halt und schauen uns an, wie der Weststrand hier so ausschaut und wenig überraschend, sehr schön!
Weiter geht es die Küste entlang, teils auf sandigen Wegen, Richtung Wustrow. An der Steilküste mach wir halten und nehmen die steile Treppe runter an den Strand. Nett, kein Vergleich zu Rügens Steilküsten aber nett und bei mehr Sonne, hätten wir hier wohl auch noch verweilt.

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2017.09 Wanderurlaub in den Hohen Tauern

September = Wanderurlaub!

Da der Sommer mit der Sonne dieses Jahr recht sparsam daher kam, bleibt alle Hoffnung auf den Herbst. Am ersten Tag unternehmen wir eine Eingehtour in den Lienzer Dolomiten. Das Wetter an der Nordseite der Hohen Tauern war regnerisch und ab 1600m lag Schnee. So fahren wir zum Wanderparkplatz Dolomitenhütte. Von hier aus folgen wir dem Rudi-Eller Steig zur Karlsbader Hütte. Das Wetter ist okay – Sonne mit leichten Wolken. Aber auch hier liegt eine feste Schneedecke. Im oberen Teil ist der Weg schwieriger und oft durch Drahtseile und Eisentritte versichert. Im Schnee eine größere Herausforderung, aber machbar.

Die Karlsbader Hütte liegt im hinteren Teil des Laserztal direkt am Laserzsee. Eine gemütliche Hütte die auch als Standort für Klettersteige und Alpines Klettern bestens geeignet ist. Nach einer Rast machen wir uns auf den Abstieg, über den Normalweg wieder zurück zum Parkplatz. Eine sehr schöne Tour, die wir mit „ohne Schnee“ nochmal wiederholen werden.

Gesamtstrecke: 11.18 km
Maximale Höhe: 2266 m
Gesamtanstieg: 876 m
Download file: 2017-09-03_ht_lienzer_karlsbaderhuette.gpx

Montag: Das schlechte Wetter ist wie weggeblasen – wir fahren über Kitzbühl, St. Johann in Tirol nach Fieberbrunn. Mit der Lächfiltzkogelbahn steigen wir auf 1600m auf.

Hier startet unsere Tour zur Wildseeloderhütte. Ein recht breitangelegter Weg erst flach über die nächsten Hügel, danach geht’s steil hinauf zur Hütte. Wir wandern weiter hinauf zur 2078m hohen Henne. Einen fantastischen 360° Blick über die Kitzbühler Alpen, Wilder Kaiser, Loferer und Leoganger Steinberge hinüber zu den Berchtesgardener Alpen, Hochkönig zurück zu den im Süden liegenden Hohen Tauern. Grandios!

Unser Weg geht weiter auf den nächsten Gipfel den 2118m hohen Wildseeloder. Nun geht es in ZickZack zurück zur Hütte. In der warmen Sonne machen wir eine kleine Rast mit Blick über den See, bevor es über den Aufstiegsweg zurück geht.

Gesamtstrecke: 9.13 km
Maximale Höhe: 2112 m
Gesamtanstieg: 946 m
Download file: 2017-09-04_ht_fieberbrunn_wildseeloderhuette.gpx

Dienstag: MTB Runde von Mühlbach 820m zur Baumgartenalm 1402m hinauf zur Hochstangenalm 1729m und über den Panoramaweg zurück nach Mühlbach. Dies war unser erster Besuch bei den neuen Pächtern der Baumgatenalm. Leider ist Ernst, der vor zwei Jahren tödlich verunglückte, nicht ersetzbar. Nach einer schönen Tour mit einem nicht optimal eingestellten, geliehenen Bike entspannen wir im Kirchner’s Baumhaus. 

Gesamtstrecke: 33.62 km
Maximale Höhe: 1750 m
Gesamtanstieg: 1137 m
Download file: 2017-09-05_ht_mtb_tour_muehlbachtal.gpx

Mittwoch: Wanderung ins Untersulzbachtal zur Sennerei Finkalm. Die Alm, von Familie Mair bewirtschaftet,  zählt zu den wenigen noch voll bewirtschafteten und milchverarbeitenden Betrieben im Salzburger Nationalparkgebiet. Die Milch von 22 Kühen wird zu Käse, Butter und Joghurt verarbeitet. Die Almhütte wurde 1807  gebaut und befindet sich seit 1904  im Familienbesitz. Mit viel Käse im Gepäck kehren wir zurück zum Parkplatz Schiedshof.

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2017.06 Reisebericht West – Kanada 2.0 Übersicht und Teil 5

Teil 1 (Übersicht)Teil 2Teil 3Teil 4 und Teil 5

05.07.17    Vancouver

Nach extrem heißen Tagen in Revelstoke müssen wir leider auch diese Stadt verlassen. Die letzten Tage unseres Abenteuers sind angebrochen. Nun fahren wir über Sicamous am Mara Lake nach Vernon. Über den Okanagan Highway 97 erreichen wir Kelowna. Dort fahren wir über die William Bennett Bridge über den Okanagan Lake.

Am Goats Peak Regional Park verlassen wir den Main Highway nach Peachland. Der kleine Ort liegt sehr idyllisch direkt am Okanagan Lake. Nach einer kurzen Kaffeepause folgen wir weiter dem Main Highway nach Merritt. Über Hope erreichen wir dann die Metropolenregion Vancouver. Wir umfahren einige kleine Staus und erreichen dann (endlich) unser B&B in der City von Vancouver. 

Am Abend machen wir noch einen Spaziergang nach Grainville Island. Dort lassen wir den Tag ausklingen.

06.07.17    Vancouver

Shopping und Sightseeing Tour in der Downtown von Vancouver.

07.07.17    Abflug Vancouver

Nach einem kurzen Abstecher zum Cypress Hill Viewpoint mit Blick auf Vancouver fahren wir zum Flughafen.

08.07.17    Ankunft Amsterdam

Das war’s! Kanada 2017! Wildnisabenteuer Teil 2! Toll war’s, eindrucksvoll, erlebnisreich, wunderschön, emotional, bunt, laut, leise, kalt, heiß……. Dieses Land, die Natur und die Menschen dort sind immer wieder die lange Reise wert!
Auf ein Neues eines Tages in der Zukunft!!

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2017.06 Reisebericht West – Kanada 2.0 Übersicht und Teil 4

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30.06.17    Golden

Leider müssen wir Canmore schon wieder verlassen, obwohl es hier noch so viel zu sehen gibt…

Wir machen noch einen kurzen Zwischenstopp in Banff. Danach geht es über die alte Bow Valley Road 1a Richtung Lake Louise. An der Morant’s Curve einem bekannten Viewpoint ergattern wir noch einen Blick auf einen langen Güterzug, der sich am Fluss vorbeischlängelt. Danach geht es über den Trans Canada Highway 1 Richtung Golden.

Hinter Field folgen wir der Straße zum Emerald Lake. Nach einigen Kilometern besuchen wir den Viewpoint Natural Bridge. Hier quält sich der Kicking Horse River durch eine natürliche Engstelle. Leider in Gesellschaft von 300000 anderen Touris….

Danach geht’s weiter nach Golden wo wir herzlich begrüßt werden.
Am Vorabend zum Canadaday 150! Jahre besuchen wir den Pub „The Wolf Den“. Hier gibt’s bei tollem Ambiente  Top Burger vom heimischen Wild.

01.07.17    Golden

Nach einem wunderbaren Frühstück bekommen wir von einem anderen Pärchen Freikarten für die „Kicking Horse Mountain Gondola“ geschenkt. Hier geht es über die Dogtooth Ridge. Von hier aus hat man eine tolle Aussicht zu den mächtigen Bergmassiven der Umgebung.

Danach geht’s zurück nach Golden, wo es ab dem Nachmittag einige Veranstaltungen zum Canadaday gibt.

02.07.17    Golden

Trotz aller Informationen zu den Bedingungen am Iceline Trail versuchen wir einen Aufstieg. Wir fahren also zurück über den Trans Canada Highway Richtung Lake Louise. Kurz hinter dem Ort Field folgen wir der kleinen Yoho Valley Road zu dem Takakaw Falls Parkplatz. Von hier aus startet der Iceline Trail. (Hinweis: Parken bei den Falls und nicht an der Straße zur zum Whiskey Jack Hostel). Der Weg geht recht steil in Serpentinen hinauf. Bei einer höhe von knapp über 1600m teilt sich der Weg. Wir nehmen den rechten Weg, der nicht mehr ganz so steil hinaufführt.  Ab 1800m gibt es eine weitere Gabellung. Weiter führt der Weg nach rechts unterhalb der Gletscher des Michael Peak. Ab hier nehmen die Schneefelder deutlich zu und ab und an sinkt man tief ein. Das Wetter ist fantastisch und wir steigen trotz der Anstrengung weiter zum höchsten Punkt des Trails.

Gesamtstrecke: 14.16 km
Maximale Höhe: 2242 m
Gesamtanstieg: 889 m
Download file: 2017-07-02_ca_yoho_iceline_trail.gpx

Leider ist der Abstieg zum Celeste Lake wegen einer Lawine gesperrt. Laut Angaben ist wohl die Brücke über den Fluss zerstört worden. Der Weg über die Stanley Hut ist etwas zu weit, deshalb entscheiden wir uns nach dem Iceline Summit umzukehren und über das Hostel zurück zum Parkplatz zu gehen.

Der Trail ist wirklich erste Klasse und mit etwas weniger Schnee sehr gut zu begehen. Aber Wetter und Aussicht lassen alle Anstrengungen ausblenden. Genial!

03.07.17    Revelstoke

Die Tage rennen dahin und schon müssen wir Golden verlassen. Bevor wir Richtung Revelstoke weiterfahren, geht’s noch mal zurück zum Emerald Lake. Das Wetter ist fantastisch und wir hatten den Plan mit dem Kayak über den See zu fahren. Leider waren wir nicht allein und so sind die Boote schon alle aus. Wartezeit ca. 1 Stunde und ein wirklich affig teuere Mietpreis! Für soviel $ bekommt man an anderen Seen in Kanada einen ganzen Tag, was man hier für eine Stunde zahlt! Dann bitte ohne uns! Aufgrund der kurzen Anfahrt nach Revelstoke wandern wir halt noch um den See mit seiner fantastischen Vegetation. Danach geht es zurück nach Golden und weiter nach Revelstoke. (Hinweis: ist der Nachbarort von Golden J ca. 160km entfernt!)

Wir durchfahren den Glacier Nationalpark natürlich mit vielen Fotostopps. Bei den „Hemlock Grove Boardwalk“ machen wir noch eine kleine Wanderung durch einen Urwald mit sehr alten Zedern.

Den Abend lassen wir in Revelstoke in einer alten Skikneipe ausklingen. (Empfehlung: The Village Idiot Bar and Grill)

04.07.17    Revelstoke

In diesem Jahr ist die Revelstoke Gondola zum ersten mal im Sommer geöffnet und so nutzen wir diese Aufstiegshilfe.  Wir möchten den  neu angelegter Trail ausprobieren. Dieser ist jedoch recht kurz und die Aussicht ist oft durch die Bäume versperrt. Hier müsste noch nachgebessert werden. Weitere Möglichkeiten Richtung Gipfel sollen noch angelegt werden um die Bergfahrten lohnenswerter zu machen.

Nach einer ausgiebigen Erkundung möchten wir noch die beiden tollen Wasserfälle in unmittelbarer Nähe von Revelstoke anschauen. Dazu fahren wir den British Columbia Highway 23 entlang des Upper Arrow Lake. Nach wenigen Kilometern erreicht man den Blanket Creek Provincial Park. Man folgt der kleinen Straße zu einem ausgewiesenen Parkplatz. Von dort geht es nur einige hundert Meter zum Sutherland Fall.

Gesamtstrecke: 5.78 km
Maximale Höhe: 640 m
Gesamtanstieg: 301 m
Download file: 2017-07-04_ca_revelstoke_begbie_creek_and_falls.gpx

Der zweite Wasserfall liegt auf der Hälfte der Strecke zurück nach Revelstoke. Ein Parkplatz dafür liegt direkt an der Straße. Von dort aus führt ein kleiner schöner Trail durch den Wald an den Creek. Diesen folgt man an eine Weile danach geht ein kurzer Stich hinunter an den Begbie Fall. Dieser liegt in unmittelbarer Nähe des Lakes.

Teil 1 (Übersicht)Teil 2Teil 3Teil 4 und Teil 5

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2017.06 Reisebericht West – Kanada 2.0 Übersicht und Teil 3

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25.06.2017         Jasper

Malign Canyon plus Malign Lake Tour

Zunächst zum Bäcker, dann auf zum Malign Canyon! Am Parkplatz bereits wird klar, Touristen, reichlich davon!

Der Canyon ist hoch umzäunt und abgesperrt, mit gutem Grund aber ist auch irgendwie blöde. Egal, hübch ist es alle male, wobei nicht so spektakulär wie andere Ecken z.b. Gatlin Gorge.

Der Rückweg führt durch eine viel Zahl von blühenden Bergblumen. Nach diesem Rundweg fahren wir weiter zum Malign Lake, pünktlich zu unserem Bootsausflug. In ca. 45min fährt uns unsere Kapitänin über den türkisgrünen See zwischen atemberaubender Bergkulisse hindurch zur Spirit Island. Dort haben wir 30min um die meistfotographierte kleine Insel ebenfalls abzulichten. Ja, ja, Touris,  gute Einnahmequelle und sehr gewinnbringend ausgeschöpft, nichts desto trotz ist auch einfach nur wunderschön!!!

Gesamtstrecke: 5.05 km
Maximale Höhe: 1166 m
Gesamtanstieg: 221 m
Download file: 2017-06-25_ca_jasper_maligne_canyon.gpx

Der Ausflug, wenn das Wetter schön ist, lohnt sich auf jeden Fall. Auch um den Blick auf die Gletscher zu genießen. Nur wer sehr gut selbst rudern kann, wird es bis hier hinten aus eigener Kraft schaffen.

Auf dem Rückweg begegnen wir noch einer Schwarzbärin mit zwei Jungen, direkt am Wegesrand, direkt neben dem Auto. Obergoldig! Ein Autofahrer, der es für nötig hält, den Motor hochzujagen und Vollgas zu geben, scheucht die Kleinen vor lauter Schreck auf einen Baum und Mama Bär treibt sie dann weg in den Wald. Schwups, weg!

Weiter des Weges können wir noch zwei weitere Bären etwas aus der Ferne beobachten und haben einen guten Blick auf ein Seeadlernest mit zwei Jungvögeln. Was ein Erlebnis!

Zur Erfrischung nehmen wir ein Stout in der Japser Brewing Company und prosten uns zu, auf diesen gelungen Tag!

26.06.2017 Jasper

Bald Hills Hike

Wetter hält, also wieder los erst zur Bear Praw Bakery  und Richtung Malign Lake. Unterwegs erhaschen wir noch einen kurzen Blick auf einen Schwarzbären!

Vom Lake geht es erst ein kurzes Stück über eine alte Forststrasse dann einen steileren Teil rauf. Zunächst durch Wald aber dann lichtet sich dieser und gibt immer wieder eine tolle Aussicht frei auf die Berge und den See. Schon vom ersten der Bald Hill ist der Blick grandios aber wir wandern die Ridge weiter zu den nächten Hügeln. Hui, hier pfeift ein ordentlicher Wind. Vom zweiten Gipfel hat man bereit eine spektakulären 360° Rundumblick – Wahnsinn!

Schließlich erreichen wir den vierten und letzten Gipfel der Bald Hills, den wir uns nur noch mit einem Murmeltier und einem Hörnchen teilen. Mit dieser unfassbaren Aussicht für uns alleine machen wir erstmal Mittag. Was eine Aussicht! Spektakulär!

Der Rückweg führt erst ein Stück den Kamm entlang und dann weiterdurch ein Hochtal mit kleinen Feuchtgebieten. Hier blühen Berganemonen und andere Sumpfblumen schön frühlingshaft.

Am Lake gönnen wir uns noch einen Kaffe und die Muffins vom Frühstück. Am Seeufer verabschieden wir uns von diesem ….diesem mir gehen die Superlativen aus, phantastischen Stück Natur! Was ein Privileg das an einem solchen Tag genießen zu dürfen!

Wir lassen den Tag ausklingen in der Jasper Brewing Company bei Beer&Burger – sehr lecker!

Was ein tolle Gegend, was ein toller See und hier gibt es noch dreitrillionen anderer Sachen zu sehen – nun, da kommen wir wohl noch mal wieder 😊

Gesamtstrecke: 14.08 km
Maximale Höhe: 2420 m
Gesamtanstieg: 1021 m
Download file: 2017-06-26_ca_jasper_bald_hills.gpx

27.06.17    Canmore

Es hilft nicht, heute geht es weiter nach Canmore! Und das heißt Icefieldparkway! Das Wetter ist anfangs noch etwas bedeckt wird aber immer besser und sonniger. Was für eine Kulisse rechts undlinks entlang des Parkway. Da heißt es viele Zwischenstopps machen und gucken 😊

Auch die Athabasca Falls führen viel Wasser dieses Jahr und tosen eindrucksvoll durch die Engstelle.

Vor dem Comlumbia Icefield werfen wir einen Blick auf den Galcier Sky Walk, mit reichlich Touris – naja wer das unbedingt haben will! Wir hatte reichlich Ausblicke ohne Eintrittsgelder, Shuttle Fahrt, Anstehen, die mindestens genauso schön, wenn nicht schöner waren.

Die Columbia Icefield sind entsprechend auch bestens besucht, was klar ist, denn es ist schön eine grandiose Ecke.

Aber hier gibt es überall was zu sehen, hier ein Wasserfall, da eine Gebrigskette, noch ein Gletscher, noch ein Gipfel – für den Icefieldparkay sollte man ausreichend Zeit einplanen. Wir besuchen den Upper Waterfowl Lake, den lower auch und sind immer wieder erstaunt über die Farben.

Wir machen einen Spaziergang am Peytolake und steigen ein Stück den Hang ab um den Massen zu entgehen, was ein See, was ein Farbe! Der Andrang ist verständlich aber warum nur müssen die alle so laut sein.

Am Bow Lake machen wir nur kurz Stopp und fahren stattdessen weiter bis zum Moraine Lake. Auch diesen so sehr tolle Anblick teilt man sich mit reichlich Besuchern, trotz der doch schon recht späten Stunde. Overflow Parkplätze, Shuttle Busse und Verkehrsregler waren hier heute sicher den ganzen Tag im Einsatz.

Schließlich erreichen wir Canmore und das Mountain Lily B&B. Mary Jane und Dave begrüßen und herzlich. Und sofort fühlen wir uns wieder wohl. Wir haben das gleiche Zimmer wie letztes Mal. Da hat man Platz und einfach alles was man braucht. Hier könnte man auch viel länger bleiben.

Daher heute nur Snacks in unserer Suite und ab in die Federn.

28.06.17    Canmore

Heute Morgen ist es leicht bewölkt. Die Temperatur ist okay und so Frühstücken wir draußen auf der Veranda. Mary Jane und Dave überlegen schon beim Frühstücken wo Sie uns heute hinlotsen könnten.  Wir packen unsere Sachen und fahren über den Canada Highway 1 Richtung Castle Junction. Dort biegen wir auf den Banff-Windermere Highway 93. Kurz hinter der Bundesstaatsgrenze liegt der Stanley Glaicer Parkplatz. Hier beginnt der Stanley Glaicer Trail auf ca. 1600m. Im ersten Teilstück durchquert man Zombiwald der 1968 einem 18tägigen Brand zum Opfer fällt. Viel Bäume sich aber jetzt schon wieder nachgewachsen, so dass die Umgebung schon wieder sehr grün wirkt. In Serpentinen gewinnt man schnell an Höhe nun folgt man dem Pfad der im hinteren Teil des Tals endet. Von hier aus hat man jedoch noch keinen rechten Blick auf die Berge und Gletscherwelt und so entscheiden wir uns noch einen nicht beschriebenen jedoch sichtbaren Rundweg weiter zu folgen. Auf der rechten Seite erreicht man nach einigen Metern eine große Höhle. An den überhängenden Felsen hängen alles voller Expressen und man kann die extrem schwierigen Routen gut erkennen. Wir folgenden dem kleinen Pfad und erreichen ein Plateau. Von hier aus hätte man einen sehr schönen Blick auf die umliegenden Berge und Gletscher, jedoch verdichten sich hier am Talschluss die Wolken und verhindern somit die Aussicht auf die Gipfel. Über einige alte Schneebretter erreichen wir den alten Weg und folgen diesem zurück bis zum Parkplatz. Die durckblinzelnde Sonne lässt die Blumen in den niedergebrannten Wäldern extrem leuchten. Es sehr schöne Tour – Danke an Mary Jane und Dave…

Gesamtstrecke: 11.33 km
Maximale Höhe: 2172 m
Gesamtanstieg: 691 m
Download file: 2017-06-28_ca_canmore_stanley_glaicer.gpx

Am Abend gehen wir noch in die Stadt und in einem gut sortierten Outdoor-Geschäft bekommen nicht nur ich ein Longsleeve sondern wir noch einen guten Tipp für den nächsten Tag.

29.06.17    Canmore

Wir fahren über die Gravel Road 742 in den Spray Valley Provincial Park – Kananaskis Country. Auf dem Weg begegnen wir einem ausgewachsenen total relaxten Grizzly Bär , der am Straßenrand Blümchen nascht. Wahnsinn – ungestört können wir ihn einige Zeit beobachten bevor er im Wald wieder verschwindet. Wir folgen weiter der Straße zum Parkplatz Chester Lake Trail Head. Über einen kleinen Trampelpfad geht es durch dichte alte Fichtenwälder. Danach öffnet sich das Tal und es geht über schöne Blumenwiesen entlang eines Baches zum Chester Lake.

Der See liegt zwischen hoch aufragenden steilen Bergen. Wir wandern um den See herrum und müssen das ein oder andere alte Schneefeld überqueren. Danach geht es über den gleichen Weg zurück zum Parkplatz. Bei der Rückfahrt begegnen wir wieder unserem freundlichen Grizzly Bär. Leider haben wir hier keine Elche gesehen obwohl es hier wohl einer der größten Elch-Populationen der kanadischen Rockies geben soll.  

Gesamtstrecke: 9.8 km
Maximale Höhe: 2221 m
Gesamtanstieg: 396 m
Download file: 2017-06-29_ca_canmore_chester_lake.gpx

Am Abend besuchen wir die Rocky Mountain Flatbread Company.

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