2015.05 Traumpfad »Höhlen und Schluchensteig«

Feiertag + Sonne = Wandertag

Für diesen Feiertag haben wir uns für den Rhein Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig entschieden. Also Frühstück und Mittagessen in die Rucksäcke gepackt und auf nach Andernach-Kell. Startpunkt ist der Parkplatz Bergwege an der K57, der ob der noch frühen Stunden noch recht leer ist.

Über Feldwege zwischen blühende Rapsfelder und Obstbäumen führt der Weg an der Krayermühle vorbei ins Pönterbachtal. Leider ist der erste Teil des Wegs geprägt durch Split und Schotter, was mich stört, weil es so laut ist! Da hört man ja kaum das herrliche Vogelgezwitscher. Mich hat es gestört, anderen wie Jens ist es wohl egal.

Am Schweppenburgblick angekommen, ist es Zeit fürs Frühstück – schön ist es hier!
Vorbeikommende Mitwanderer scheinen etwas irritiert von uns auf der Bank mit dem ausgebreiteten Frühstück, was uns nicht weiter stört. (Was wollte man uns denn wohl mit Anmerkungen wie, dass es bei der Bank keine Mülltonnen gibt, damit man nicht verweilt, sagen…..)

Weiter durch wunderschönen Wald und blühende Wiesen erreichen wir die Trasshöhlen im Brohltal. Diese sind das Ergebnis eines Ausbruchs des Laacher See Vulkan, welcher das Land mit einer meterhohen Aschedecke überzogen hat. Diese vulkanischen Ablagerungen werden Trass oder Duckstein genannt. In der Römerzeit wurde hier der Trass abgebaut um z.B. zu Ziegeln geschnitten oder aber zu Gesteinsmehl verarbeitet zu werden. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts verlor der Abbau zunehmend an Bedeutung und jahrzehntelang dienten die Höhlen als Geräteschuppen oder Unterstände für Vieh.

Vor hier geht es weiter in die Wolfsschlucht (leider immer in Hörweite der viel befahrenen Bundesstraße), durch dichten Wald, entlang von Quellen und einem Wasserfall – schön ist es hier! Klar dass wir uns am Wasserfall eine Weile aufhalten.
Der Weg verläuft entlang dem Waldrand und wir erreichen die Römerquelle, die eher wenig imposant ist, mit ihrem CO2 haltigen schwefeligen Wasser.

Bevor wir mit dem Siebengebirgsblick wieder unseren Ausgangspunkt erreichen, machen wir inmitten der Wiesen nochmal kurz Rast. Inzwischen haben sich zahlreiche Wanderer eingefunden, die wie wir das schöne Wetter genießen; der Parkplatz ist nun übervoll.

Fazit: ein schöner Traumpfad, mit leichten Abzügen in der B-Note, der aber kein Vergleich ist z.B. zum Bergschluchtenpfad Ehrenburg, welcher unser Favorit bleibt!

Gesamtstrecke: 12.8 km
Maximale Höhe: 335 m
Gesamtanstieg: 406 m
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Jens

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2013.05 Traumpfad – Pyrmonter Felsensteig

wie auch im letzten Jahr wollen wir am ersten Mai gemeinsam mit Heinz eine Wandertour unternehmen. Ich hatte im Vorfeld die Tour Pyrmonter Felsensteig von „Traumpfade“ ausgesucht. Die Wetterfrösche waren sich für diesen Tag nicht richtig einig und auch auf die Norweger [yr.no} konnte man sich nicht verlassen. Wichtig war und damit waren alle einstimmig, es sollte trocken bleiben! Der Ausgangspunkt ist die Pyrmonter Mühle bei Roes in der Vordereifel. Parkplätze für Wanderer gibts viele direkt oberhalb der Mühle. Am frühen Morgen gings erst einmal recht einsam los, ca 150m oberhalb der Straßenkurve geht es rechts in einen Eichenwald. Oben quert man noch einmal die Straße und gelangt zu den „Drei Kreuzen“, eine kleines kapellenartiges Gebäude (um ~1652). Vor dort geht es über ein Hochplateau entlang an endlosen Wiesenflächen.  Den höchsten Punkt ein Kreuz auf dem Sammetskopf [341m] kann man von weiten schon erkennen. 500m vor dem Sammetskopf sollte man die Weg im Auge behalten, denn dort gibts eine Steinplatte im Boden mit einem Pfeil der nach Rechts weist. Dummerwiese habe ich ihn erst zu spät erkannt und darum gabs eine extra Schleife. Bei klarem Wetter hat man sicherlich von hier Oben eine klasse Aussicht, diese wurde uns heute leider verwehrt. Wir folgen dann nun dem richtigen Weg der sich so langsam wieder ins Tal schlängelt. Ab der Hauerhütte – ein Unterstand und auch idealer Rastplatz geht der Weg nun steil bergab. (ab und an nach rechts schauen – dort gibts einen kleinen Schieferstollen). Oberhalb der Elz bei einer Schieferhalde gibt es dann noch einmal einen Unterstand mit Bänken und einer tollen Aussicht ins Tal.

Nun folgt man für einige Kilometer dem Flussbett der Elz durch das wunderschöne Naturgelassene und von mächtigen Schieferfelswänden gesäumte Elzbachtal. Ich kann mir vorstellen, dass man hier auch einige seltene Vogelarten zu Gesicht bekommt (Eisvögel oder Ähniche) – doch heute wohl nicht. Inzwischen sind doch zahlreiche Leute auf die gleiche Idee gekommen wie wir und so ist es aus mit der Ruhe im Wald – aber das lässt sich am 1.Mai wohl nicht verhindern. Irgendwann verlässt man dann das Tal und es geht aufwärts zur Burg Pyrmont (kurz nach der letzten Bachbrücke nach rechts schauen dort gibts ein tolles Biotop) .  Oben an der Burg angekommen kann man gegen Einwurf großer Scheiben die man gegen kleines Geld bekommt auch die innere Burg besichtigen und das lohnt sich. Obwohl sich die Mühle direkt unterhalb der Burg befindet gehts nun noch einmal ca. einen Kilometer entlang eines Felsenseitgs. Am Ende kreuzt man einen kleinen Bach und auf der anderen Talseite immer die Burg im Auge talauswärts. Nur wenige Meter vor der Mühle darf man auf keinen Fall den Blick auf den Wasserfall verpassen. Am Ende der Tour angekommen gönnen wir uns noch eine kleine Rast auf der Sonnenterrasse der Pyrmonter Mühle und siehe da die Sonne kommt herraus – etwas Spät aber besser als nie.

Eine sehr empfehlenswerte Tour die man am besten an einem schönen Werktag wiederholt.
GPS Daten :

Gesamtstrecke: 13.63 km
Maximale Höhe: 351 m
Gesamtanstieg: 524 m
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2012.10 Wanderung auf Traumpfaden – der »Monrealer Ritterschlag«

Traumpfade, die 3.! Monrealer Ritterschlag

Weil das Wetter nochmal auf Sommer umgeschaltet hat, beschließen wir uns kurzer Hand in die Vordereifel aufzumachen. Als Deutschlands schönster Wanderweg 2011 steht für uns heute der Monrealer Ritterschlag auf dem Programm. Bei schönster Spätsommersonne startet die Tour in Monreal am Bahnhof. Der Weg führt durch den wunderschönen historischen Stadtkern mit seinen vielen Fachwerkgebäuden. Danach folgen wir der Elz aus dem Ort hinaus in den Wald. Über einen Laubteppich steigen wir die Bergflanke hinauf und haben einen schönen Panoramablick auf die Löwenburg und die Phillipsburg.

Der Pfad steig durch einen einen tief eingeschnittenen Hohlweg bergauf und weiter durch offenes Wiesenland mit grandiosem Panorama. Langsam macht sich Frühstückshunger breit aber Bänke sind hier doch etwas Mangelware. Auf dem Juckelsberg teilen wir uns schließlich Bank und Aussicht mit einem anderen Wanderpärchen. Nach einem kurzen Stück findet sich noch eine Sinnenbank auf der wir auch kurz verweilen. Dankenswerterweise trägt mir ein netter Mensch Karlchen (den Wanderbären) nach, der sich unterwegs heimlich abgesetzt hatte.

Felder und Wald wechseln sich ab.Über steile Serpentinen durch ein Waldstück mit Krüppeleichen erreichen wir eine offene Ginsterlandschaft. Im Tal quert der Weg  Eisenbahnlinie (Unterführung) und Bach und steigt über enge Pfade auf einen Felskamm. Ob des schönen Wetter sind mittlerweile viele andere Wanderer unterwegs und zwar mit hohem Tempo. Und nicht zu erstmal frage ich mich, wieso nur? So kann man doch die Herbstsonne, das bunter Laub und überhaupt den schönen Tag nicht genießen. Der Weg folgt dem Kamm zwischen Elz und Thürelz, dann beginnt der Abstieg zur Augstmühle.

Schließlich beginnen wir den 100 Höhenmeter steile Aufstieg zu den Monrealer Burgen. Da kommt man in Schwitzen, hui!

Schon bald zweigt der Zuweg zur Philippsburg ab, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Ein letzter Anstieg führt in die Gemäuer der Löwenburg. Die Löwenburg wurde erstmals 1229 urkundlich erwähnt. Ihr Erbauer Graf Hermann III. von Virneburg baute die Anlage verbotenerweise nach einem Teilungsvertrag auf dem Grund und Boden seines Bruders Philipps. Der dadurch entstandene Bruderzwist wurde jedoch später beigelegt.

Danach steigen wir runter nach Monreal. Im Ort selbst ist es gesteckt voll aber wir ergattern noch einen Platz bei einem Italiener.

Fazit: Tolle, größtenteils naturnahe Wege, abwechslungs- und aussichtsreich, auch dieser Traumpfad hält was er verspricht. Fein das wir noch einige vor uns haben 🙂

GPS Daten :

Gesamtstrecke: 15.65 km
Maximale Höhe: 464 m
Gesamtanstieg: 668 m
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2011.10 3-tägige Wanderung in der Rureifel

Die Wetteraussichten klingen perfekt, ein langes Wochenende steht an und was liegt da näher als spontan zu einem Wander Ausflug aufzubrechen.

Allerdings waren wir doch sehr naiv zu denken, wir  würden dazu  in der Eifel oder dem Harz noch spontan ein Zimmer finden. Nach dutzenden von Absagen, schafft es das Tourismusbüro Prüm uns in einer FeWo in Hergarten in der Eifel unterzubringen.

Also Samstagfrüh auf in den Nationalpark Eifel!

Samstag: Die erste Tour ist die Themenwanderung T2  „Buchenhallen und Eichenhänge“

Vom Parkplatz Büdenbach aus geht es ca. 15km durch Buchen- und Traubeneichenwälder im bunten Herbstkleid. Die Wälder sind sehr schön, der Weg allerdings ist doch eher für Rentner und Kinderwagenfahrer gemacht und lässt spätestens auf den geteerten Teilstücken keine rechte Freude aufkommen. Aber sicher nett zum Radfahren, was hier auch reichlich gemacht  wird. Vom Aussichtspunkt Hirschley hat man eine schöne Aussicht über den Rursee (der allerdings schwer Ebbe hat) und die umliegenden bunten Wälder. Etwas genervt durch die stark befestigten Wege biegen wir hier und da einfach auf naturbelassene Wege ab und laufen ein paar Umwege. Wieder am Parkplatz angelangt schauen  wir  noch kurz beim  RWE Jugendstilkraftwerk vorbei  und laufen von dort rüber zur Gastwirtschaft Terrasse am See am Stausse Heimbach (lecker Kuchen). In Hergarten, mit ca. 500 Einwohnern kleiner als Halberbracht, werden wir von Familie Laumen herzlich begrüßt und beziehen unsere FeWo.

Als echter Glücksgriff entpuppt sich die Ritterstube in Hergarten. Beim Aufklappen der Speisekarte springt eines sofort ins Auge, eine erstaunlich große und sehr feine Auswahl an Whiskys!!

Das Essen ist ebenfalls sehr lecker! Als es uns dann draußen zu kühl  wird, landen wir an der Theke und kommen mit dem Chef über Whiskys ins plaudern und müssen dann natürlich die von ihm angepriesene Neuentdeckung probieren: Berry’s Own Selection Single2000Malt McDuff = Spass im Glas 🙂

GPS Daten :

Gesamtstrecke: 16.85 km
Maximale Höhe: 537 m
Gesamtanstieg: 381 m
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Jens

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