2011.08 Traumtouren Bernina und Albula Alpen

15.08.2011 – nach drei verschobenen Anläufen wegen schlechten Wetters, sollte es nun am Montag den 15.08 klappen. Thomas und ich starteten unsere Tour um 5:00h in der früh über die A5 Richtung Schweiz. Nach einer reibungslosen Fahrt erreichten wir am frühen Nachmittag den Albulapass. Am Parkplatz starteten wir den Aufstieg zur Es-cha Hütte, unsere Unterkunft für die nächsten 2 Tage. Nach einem kleinen Gewitter in den Abendstunden klarte der Himmel Gott-sei-Dank auf. Um 6:00h anderen Tags ging es los zum Piz Kesch, unserem Ziel für diesen Tag. Kurz hinter der Es-cha Scharte auf 3008m betraten wir den Vadret da Porchabella. Nach kurzer Zeit erreichten wir den Einstieg in die Kletterpassage. Die Kategorie der Tour ist PD (peu difficile oder wie der Schweizer sagt „wenig schwierig“) 35° im Eis und leichte Kletterei im II Grad. Bei bester Fernsicht erreichen wir den Gipfel in 3418m. Tolle Aussichten lassen uns träumen … Bernina Alpen, Tödi, Ortler und andere Gipfel sind zum greifen nah. Aber die eine Frage geht uns durch den Kopf – wird das Wetter halten? Abstieg zur Es-cha Hütte – beim Abendessen eine Überraschung, eine 4-köpfige MTB Gruppe aus Betzdorf auf einer 5tägigen Tour sind ebenfalls Gäste der Hütte.

Am nächsten Tag steigen wir ab und fahren nach Pontresina. Durchs lange Rosegtal (Kutscher hatten Pause) folgen wir den Weg zur Tschiervahütte. Die Wettervorhersage ist noch vielversprechend! Um kurz nach 21h gehts ins Bett… Tagesziel für morgen via Biancograt zum Piz Bernina ! Kategorie der Tour AD (assez difficile – ziemlich schwierig)

2:20h ab in den Waschraum – Sachen packen – ein kurzes Frühstück und kurz nach 3:00h geht es los. Durch den leicht mit Nachfrost überzogenen Klettersteig kommen wir pünktlich zum Sonnenaufgang an der Fuorcla Prievlusa 3400m an. Am laufenden Seil durch die erste 120m hohe Kletterpassage (UIAA bis zu III+) erreichten wir ohne Schwierigkeiten in 45 Minuten (!!) den steilen Firngrad unterhalbs des Biancogrates. Nur noch ein kurzer Aufschwung dann konnte der Spass beginnen. Ein Traum von einem tiefblauen Himmel und der gefrorene Schnee glitzert im Sonnenschein. 1,5km bei bis zu 45° und ca. 420hm, eine ware Himmelsleiter, die aber einige »Körner« kostet. Kurz vor 10 Uhr erreichen wir den Piz Bianco (Alv) auf 3995m. Nach einer kurzen Rast geht’s mit Steigeisen weiter zur zweiten Kletterpassage, wieder bis zu III+. Ohne Probleme erreichen wir die Abseilpassage, wo neue Bohrhaken Sicherheit geben. Auch der Aufstieg zu den zwei Türmen in festen Trittfirn sind kein Problem. Nach einer weiteren Abseilpassage erfolgt nun der Gipfelaufschwung, meisten im II. Grad, jedoch musste man dort auf alle Bohrhaken verzichten, da diese unter dem Schnee begraben waren. Bei leicht aufsteigenden Nebelschwaden erreichten wir die 3 Gipfel des Piz Bernina´s in 4049m. Berg heil 🙂

Ohne Zeitprobleme konnten wir uns einen ausgiebige Pause auf dem Gipfel leisten. Bei Abstieg über den leicht sulzig werdenden Spalla Grat mussten wir zwei mal mit Eisschrauben nachsichern, danach erfolgten mehrere Abseilpassagen und Abstieg über ein großes sehr sulziges Schneefeld bevor wir kurz vor den Fuorcla Crast Agüzza auf der Marco e Rosa Hütte ankamen. Ein leckers Calandra Dosenbier(Yam!) erwartete uns vom Hüttenwirt Giancalo „Bianco“ Lenatti. Na dann Prost! Nach einem reichhaltigen 3 Gänge Menü (absolut lecker – bestes Hüttenessen!) fielen wir um halb 10 doch etwas geplättet ins Bett.

4:20h ach du Schreck der Wecker bimmelt – Katzenwäsche und Frühstück folgen! 6:00h Aufbruch über die Eisbrüche der Bellavista Terrasse zur Fuorcla Bellavista. Nun ging’s über den felsigen Grat des Piz Spinnas in sehr schöner leichter Kletterei hinauf zum Hauptgipfel des Piz Palü´s 3905m. Bei perfekten Wetterbedienungen konnte ich diesmal die Aussicht richtig genießen – da ich 2008 diese Überschreitung von Ost nach West (Abstieg über Fortezzagrat) schon einmal gemacht hatte. Ohne Beeinträchtigungen durch Windböen überschritten wir die recht ausgesetzten Firnübergänge. Der Abstieg erfolgte von Ostgipfel über die bis zu 40° abfallenden Schnee und Eishang. Ein wunderschöne Eiswanderung über die Spalten des Persgletscher ermöglichte uns tiefe Einblicke. Im unteren Teil der Cambrena Eisbrüche konnten wir die grandiosen Eistürme , die »Séracs«, bestaunen. Entlang des Fusses vom Piz Trovat folgtem wir den weiß-blauen Alpinweg zur Diavolezza Hütte. Dort erwartete und ein kleiner Kulturschock. Ein Jazz-Festival – in 3000m höhe – gefühlt 1000mio Menschen – Klasse -:) Eine traumhafte Tour ließen wir am Abend bei einem wundervollen Sonnenuntergang und leckerem 4 Gänge Hüttenmenü inkl. Erdinger Weizen ausklingen. Das Projekt „Piz Bernina“ ist somit erfolgreich abgeschlossen – Danke an Thomas – immerwieder gerne … Tolles Team ! (Schade das Markus nicht mitkommen konnte!)

»Immer dabei waren unsere Gedanken an Marc Treude, unseren DAV Bergkammeraden der in diesem Jahr durch einen tragischen Bergunfall ums Leben kam!«

 

 Für die GPS Daten der drei Haupttouren bitte auf weiterlesen drücken.

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2011.07 Biketour „Kompass and more“

… bei schönstem Wetter startete ich am Samstag den 9.7 zu einer Biketour. Los gings in Niederdielfen hinauf zu den 5 Windräder auf der »Kalteiche 564m« . Über den Rothaarsteig zur »Tiefenrother Höhe«, »Haincher Höhe«, »Jagdberg 675m«. Von dort aus folgt man dem rechten Weg hinauf zum höchsten Berg im südlichen Rothaarkamm, dem fast unbekannten »Kompass 694m«. Dieser Berg gehört leider zu Bad Laasphe  und ist deshalb nicht der höchste Siegener Berg, sondern nur einer von vielen hohen Bergen des Wittgensteins. Danach gehts Richtung Feudingen bis man wieder unten im Ilsetal ankommt.

Nun wieder hinauf zur »Ilsequelle« nach Heiligenborn. Über den Rothaarsteig folgt man dem Weg zur »Lahnquelle« weiter zu »Siegquelle« und zum Forsthaus Hoheroth wo ein leckeres Radler wartet -:)) Über die Höhen des Kamms entlang der Obernautalsperre nach Deuz. In Deuz gehts auf zur letzten großen Steigung. Kurz unterhalb des »Haferhain 503m« beginnt eine rasante Abfahrt nach Anzhausen. Nun folgt man den Radweg zurück nach Niederdielfen.

Daten: 62,5km, 1550hm, 16,5km/h, 3:45h

Google Karte und GPS Track hier:

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2011.09 Wander und Bikewoche Hohe Tauern

wie auch in den vergangenen Jahren gehts auch in diesem Herbst in die Hohen Tauern. Ein kleines Schmankerl gibts in diesem Jahr. Ich habe mich entschlossen am „Wildkogel Hillclimb“ teilzunehmen. Der Hillclimb ist ein MTB Rennen auf den Neukirchener & Bramberger Hausberg. Vom Dorfplatz in Bramberg gehts hoch bis zum zum Wildkogelhaus auf 2000m. Die Streckenlänge beträgt 12,8km und 1150hm. Ich bin vor 3 Jahren schon einmal diese Strecke gefahren inkl. Wildkogel und Abfahrt ins Mühlbachtal (Panoramaweg). Mal schauen was jetzt so geht …

Wildkogel Hillclimb

weitere Informationen und Anmeldung unter : www.wildkogel-hillclimb.at

Aber Lioba und ich haben noch andere Touren geplant. Bei guten Verhältnissen werden wir kurzfristig probieren den Grossvenediger zu bezwingen.

Einige tolle Biketouren stehen auch auf unserer Liste, wie das Krimmler Achental mit Aufstieg zur Warnsdorfer Hütte oder den Biketrail durchs Hollersbachtal. Eine echte Alternative wäre auch Bike&Raft auf der Salzach. Aber natürlich ist eine Woche wieder viel zu kurz um alles zu unternehmen…

Wie immer sind wir in unserem Lieblings Hotel Kirchner www.wanderhotel.at in Mühlbach Gemeinde Bramberg.

Google Maps und GPS Track hier:
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2011.07 Hochtour Albula und Bernina Alpen

seit dem letzten Versuch den Piz Bernina zu bezwingen ist nun ein Jahr vergangen. Thomas und ich werden in diesem Jahr noch einmal einen Versuch starten. Los gehts je nach Wetterlage Ende Juli Anfang August. Als Einstiegstour ist der Piz Kesch (PD- im Fels II Gletscherhänge 30°) geplant. Als Unterkünfte stehen die Chamanna d’Es-cha oder die Keschhütte zu Verfügung. Dann werden wir nach Pontresina fahren, wo wir übers Rosegtal zur Tschierva Hütte aufsteigen. In der darauffolgenden Nacht gehts früh los. Am Fuorla Prievlusa in 3400m die erste Kletterpassage II bis III+ auf den Biancograd. Über den Piz Bianco 3995m folgt dann die zweite Kletterpassage bis III+ danach der Gipfelaufschwung II zum Piz Bernina 4049m. Entlang am  ausgesetzten Spallagrad gehts dann zur Marco e Rosa Hütte. Bei guten Bedingungen werden wir am nächsten Tag Piz Zupo und Argient angehen. Für die letzte Etappe ist die Piz Palü Überschreitung gedacht, Abstieg zum Cambrena Eisbruch zur Diavolezza Hütte.

Hier noch ein aktueller Ausblick von der Diavolezza Hütte – links Piz Palü rechts Piz Bernina
Wir hoffen auf eine stabil Hochdruckwetterlage …

Webcam
weitere Infos bei www.diavolezza.ch

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2011.06 Schottland – Scotland – Alba

Zurück aus dem Land der Berge, Burgen, Seen und des Whiskys!

Zwei erlebnis- und ereignisreiche Wochen liegen hinter uns und um es mit einem Wort zu beschreiben: Grandios! Landschaftliche Highlights reihen sich zahllos aneinander, geschichtsträchtige Stätten und artenreiche Flora&Fauna, was kann mehr erwarten?

Edinburgh, Rosslin, Stirling, Ben Aan, Loch Lomond, Isle of Mull, Fort Williman, Isle of Skye, Inverness, Speyside usw.

  • Brumi

01.06.11

Dieses Jahr geht es also nach Schottland; das Land von Nessie, Braveheart und Hogwarts, Haggis, den Highlands und natürlich dem Whisky! Aber wie alle Urlaube beginnt auch dieser mit der Anreise:
Aufstehen, abreisebereit machen, losfahren! Etwas knapp sind wir am Flughafen Hahn und gehen daher quasi grade wegs vom Kofferaufgeben in die Security und ins Flugzeug (Priority – man gönnt sich ja sonst nix). Der Flug ist ereignislos und so landen wir pünktlich in der Landeshauptstadt: Edinburgh
Dort erwartet uns eine typisch britische Disziplin, Queuing, für die Einreise – alles  ganz lässig. Nicht ganz so aufgeräumt ist die Schlange beim Mietwagen, aber mit etwas Geduld geht ja alles und schließlich übernehmen wir unsere diesjährige Karosse: Vauxhall Meriva, der hat ordentlich Platz, klappert und knarzt aber an allen Ecken.Als wir uns dann in Richtung Portobello aufmachen bietet das Wetter fast alles:  Wind, Sonne, etwas Sprühregen. Unterwegs noch kurz Andocken bei einem Supermarkt und wieder einmal zeigt sich, dass es einfach keine gute Idee ist mit hungrigem Magen einkaufen zu gehen.

Und so wandern reichlich Köstlichkeiten, wie z.B. ein waffenscheinpflichtiger Choclate Fudge Cake, in den Wagen.  Da das Straven Guest House grade verwaist ist, machen wir mit unserem Einkauf am Strand ein kleines Picknick. Der Ozean ist ja nur einen Steinwurf weit vom B&B entfernt – toll!! Wir drehen noch eine kleine Runde durch Portobello und als wir dann wieder beim B&B ankommen, kommt auch Mac vom einkaufen zurück. Herzlich begrüßt werden wir hineingebeten und bekommen unsere Zimmer und eine Reihe nützlicher Tipps. Das B&B ist sehr schön, topp gepflegt, das Zimmer hell und das Bad schön groß. Einmal kurz durchschnaufen, dann geht es mit dem Bus ab in die City. Unterwegs gibt noch eine Kundenbefragung, woher, wohin, tja wenn wir das schon wüssten. Am Scotts Monument an der Princess Street steigen wir aus und machen eine erste kleine Entdeckungstour über die Royal Mile. Klasse hier!!! Dicht gedrängt stehen hier die historischen Gebäude und überall gibt es kleine Gassen und Winkel. Und über allem thront das mächtige Castle. Der obligatorischen Piper für die Touris steht neben dem Hyme Denkmal und gibt sein bestes. Wir lassen den langen Tag am Grassmarket im Fiddlers Arms ausklingen, mit einem Happen Essen, einem Guinness und einem Scottish Fiddler. Morgen wird ernst gemacht und u.a. das Castle besichtig! Fazit: Ich steh jetzt schon total auf Edinburgh!

02.06.2011

Das Wetter sieht schon mal gut aus und das Frühstück erst!! So gestärkt machen wir uns auf in die Stadt. Im Doppeldecker Lothian Bus ergattern wir oben in der ersten Reihe quasi die Logenplätzen und erreichen so lässig das Scotts Monument. Die Stadt ist bereits trubelig und wir entscheiden uns, mit dem Besuch des Edinburgh Castle unsere Tour zu starten.

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2011.05 »Kindelsbergpfad«

Wieder Wochenende, wieder schönes Wetter, wieder eine schöne Tour…

Bei bestem Wetter starten wir Sonntagmorgen unsere gemütliche 15+3km lange Wandertour. Mit einer Nachmittags-Waffel im Hinterkopf, wandern wir ab Station 11, dem 22 m hohen Turm auf dem Kindelsberg. (Detaillierte Beschreibungen aller 24 Station finden sich im Flyer unter http://www.kreuztal.de/stadtinfo-tourismus-freizeit/tourismus-freizeit/kindelsbergpfad )
Von 618m hat man eine super Aussicht auf Kreuztal und die umliegenden Orte!
Der Weg führt dann durch wunderschöne Laub- und Nadelwälder. Immer wieder begegnen uns Zeitzeugen aus der Bergbauvergangenheit. Auf der „Rötsche“ (ehem. Abraumhalde) holen wir erstmal unser Frühstück nach. Über die Variante V2, vorbei am Naturfreibad Zitzenbach (akuter Wassermangel), erreichen wir den Loher Weiher. Dieser war das unterste Becken einer sog. Weihertreppe, deren Wasserkraft zum Betreiben der Loher Erz-Hütte diente.

Danach gewinnt der Weg langsam wieder an Höhe und erreicht schließlich die Martinshardt (616m). Auch wenn ein Gipfelbuch etwas übertrieben wirkt, tragen wir uns selbstverständlich ein 🙂  Pünktlich zum Nachmittagskaffee erreichen wir den Kindelsbergturm und unsere Waffel mit Kirschen und Eis (Yummy!).

Fazit: eine wunderschöne gemütliche Wanderung durch traumhafte sonnendurchflutete Wälder und mit herrlichen Fernsichten. Einzig die sog. „Felsvariante“ enttäuschte uns etwas, nicht das es nicht auch dort sehr schön ist aber Aussagen wie „nur bei geeigneter Witterung“ und „Trittsicherheit ist aber Voraussetzung“ suggerieren doch etwas mehr als eine Handvoll Brocken im Wald.

GPS Daten :

Gesamtstrecke: 16.75 km
Maximale Höhe: 637 m
Gesamtanstieg: 1917 m
Download file: 20110508_kindelsbergpfad.gpx
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