2012.09 Mühlbach – Hohe Tauern (updated! jetzt mit GPS-Tracks)

01.09.-09.09.2012 Wanderurlaub in den Hohen Tauern

Wie könnte es auch anders sein, auch in diesem Jahr fahren wir in die Hohen Tauern zu unserer obligatorischen Wanderwoche. In der Nacht von Freitag auf Samstag geht es los und so erreichen wir gegen 09:30 den Hintersee (Felberttal). Hier machen wir uns es erst mal gemütlich und frühstücken! Das Wetter ist ein wenig  bewölkt aber trocken. Kurz zu unserem Lieblings Wanderhotel Kirchner und eingecheckt, schon geht es mit einem kleinen lockeren Spaziergang hinauf zur Steineralm. Mit Leberkäs mit Bratkartoffeln für Jens und einem super leckeren Blaubeerschmarren für mich startet unser Wanderurlaub 2012!

Sonntag 02.09.12

Hm leider immer noch bedeckt und es sieht auch ein bisschen nach Regen aus, also entschließen wir uns zu einer etwas „niedrigeren“ Tour und schauen uns den Smaragdwanderweg im Habachtal an.

Der  2010 eröffnete Smaragdweg führt  leicht ansteigend an der Enzianhütte (1.313 m)  und dem Almgasthof Alpenrose (1.384 m) vorbei  bis zur Moa Alm (1.410 m). Letztere ist leider geschlossen, so dass wir auf eine leckere Buttermilch und ein Käsebrot verzichten müssen. Wir wandern noch weiter ins Tal bis zu einem kleinen See, von dem etwas oberhalb dann der Noitroisteig zur Thüringer Hütte abzweigt.   Die Sonne hat sich mittlerweile auch durchgekämpft und in der Wärme sonnen sich einige recht proppere Murmeltiere . Zurück führt die Wanderung über denselben Weg.

Montag 03.09.2012

Trotz des nebeligen Wetters entschließen wir uns für die Besteigung des Gaissteins, mit 2.363 m einer der höchsten Grasberge Europas.  Die Tour startet an der Bürglhütte, die man über eine recht holperige Schotterstraße von Stuhlfelden aus erreichen kann. Der Aufstieg verläuft unter dem Motto „Kühe im Nebel“ weil wir nur ungefähr die nächsten 3m des Weges sehen und die Kühe nur hören können. Erst an der Murnauer Scharte lichtet sich der Nebel etwas und wir erhaschen einen Blick auf die schöne Landschaft. Als wir den Gipfel fast erreicht haben, gewinnen Sonne und Wind.  Eine tolle Aussicht bietet sich uns und mit den von Bächen und kleinen Wasserfällen durchzogenen Hängen ist es ein bisschen wie in Schottland.

Um nicht den gleichen Weg zurück zu gehen, wie viele andere Wanderer, steigen wir über die Sintersbachscharte ab.  Mittlerweile ist es richtig schön sonnig und wir genießen die traumschöne Landschaft. Nach einer deftigen Brettljause in der Bürglhütte holpern wir wieder aus dem Tal hinaus.

Übergang Ober/Untersulzbachtal „Bettlerscharte“

Dienstag 04.09.2012

Also heute soll es aber nun wirklich regnen, hat die Vorhersage gemeint. Was also tun? Im Zweifelsfalle Wildgerlostal und Zittauerhütte, das ist bei jedem Wetter eine feine Sache. Aber auch heute irren sich die Wetterfrösche  im Wesentlichen und an der Zittauerhütte (2.328 m) genießen wir den schönsten Sonnenschein!  …
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2012.07 »Hochtourenwoche im Schweizer – Berner Oberland«

Wieder einmal mussten wir (Thomas K. und ich) unsere geplante Hochtour ins Berner Oberland mehrmals wetterbedingt verschieben. Laut Ankündigung der Wetterfrösche, dass sich ein stabiles Hoch entfalten soll, starteten wir am Sonntag früh Richtung Schweiz. Nach einer problemlosen Anfahrt erreichten wir um 8:30h den Wanderparkplatz „Kirche“ in Lauterbrunnen (ca. 49sFr). Anschließend ein kurzer Checkup des Gepäck und schon ging´s mit der Jungfraubahn hoch hinaus zum Bahnhof „Top of Europe“ in 3471m über NN. Hier Oben angekommen bekam man »Schnappatmung« ! Jedoch nicht nur von der Höhe in der man sich befand, sondern von den Hunderten Asiaten, die alles fotografierten was nicht bei drei in einer Gletscherspalte verschwunden war. (…jetzt weiß ich auch warum Speicherplatz so günstig ist -:) Wir entschieden uns dieses Gelände schnell zu verlassen und stiegen über den Jungfrauenfirn ab Richtung Konkordiahütte. Nach kurzer Zeit erreichen wir die Einsamkeit und wir konnten die grandiose Landschaft mit ihren atemberaubenden Gletschern genießen. Das Wetter war fantastisch !

Drei Stunden später standen wir unter der Konkordiahütte. Nun hieß es die fast 500! Stufen aufzusteigen ca. 150hm. (Hinweis: der Gletscher lang früher auf Hüttenniveau)

Gesamtstrecke: 8.48 km
Maximale Höhe: 3458 m
Gesamtanstieg: 221 m
Download file: 20120722_j_kh.gpx

Die Nacht war bescheiden und einfach zu kurz – um 4:00h gab´s Frühstück – danach ging es über den Grüneggfirn Richtung Grünegghorn.  Die Umschreitung der Gletscherbrüche  und der kurze Aufstieg durch die ca. 50 Grad steile Eisrinne war problemlos. Danach erreichte man nach einer weiteren Gletscherüberschreitung auf ca. 3787m den Vorgipfel und die erste Kletterpassage.  Ein Bergführer mit seinen zwei Klienten traten dort wieder den Rückweg an, da die Verhältnisse wohl nicht problemlos waren. Voller Tatendrang stiegen wir weiter auf und merkten aber kurz unterhalb des Gipfels, dass der Bergführer nicht unrecht hatte. Riesige Wechten mit sehr viel Pulverschnee versperrten uns den Weg. Beim „gesicherten“ Überschreiten brachen ganze Platten ab und rutschten die Hänge hinunter und rutschten und rutschten und rutschten. Wir entschieden uns 40m unterhalb des Gipfels in 3820m zum Rückzug – Schade – aber safety first!

Angekommen auf der Konkordiahütte merkten wir doch das dies erst der zweite Tag im Hochgebirge war. (Verdammte Treppenstufen)

Am darauffolgenden Tag gab es einen lockere Gletscherwanderung über Grüneggfirn – Grünegglücke 3280m – Fieschergletscher zur Finsteraarhornhütte 3048m. Nach einer weiteren sternenklaren kalten Nacht ging es um 4:45h hinauf zum Finsteraarhorn 4274m. Als letzte Seilschaft ging es steil den Felshang hinter der Hütte hinauf. Auf ca. 3300m erreichten wir den Gletscher. Im gleichmäßigen Tempo konnten wir ohne große Mühe an fast allen Seilschaften vorbeiziehen. Beim Überschreiten des vertikal verlaufenden Felsgrates merkten wir das der Wind stetig zunahm. Unverdrossen stiegen wir dem steilen Gletscher hinauf. Der Wind hatte mit zunehmender Höhe weiter an Kraft gewonnen und hartnäckige Böen erschwerten den Aufstieg. Der „Wind“ war zu einem Sturm gewachsen und wehte uns mittelgroße Eisbrocken um die Ohren. Die Spuren von Thomas konnte ich nur noch erahnen obwohl der nur 15m vor mir war. Am Hugisattel in 4088m angekommen warteten wir hinter einem Felskamm und hofften auf Beruhigung des Sturms. Bei Temperaturen um die -10Grad und Orkanböen blieb uns der Gipfelaufschung verwehrt. Es gab keine Möglichkeit sicher zum Gipfel zu gelangen. Ein eintreffende Bergführergruppe meinte zu uns „hier kommt heute keiner rauf!“. Die anderen Seilschaften hatten schon weit unterhalb des Hugisattels abgebrochen. Nach langem hin und her traten wir schweren Herzens den Rückweg an – echt Ärgerlich !

Ein Frustbier auf der Hütte half nicht den aufgestauten Ärger hinunterzuspülen – aber mehr gab´s nicht – denn um 4:00 war die Nacht zuende und heute stand die komprimierte Doppeltour (ca. 17km und ~1500hm) zur Mönchjochhütte an. Runter auf den Fieschergletscher zur Grünegglücke und dann hinab zum Konkordiaplatz. Von dort aus den kompletten Jungfrauenfirn hinauf und noch einmal unter dem Mönch queren zur Hütte in 3656m. Vom Wind des letzten Tages war nichts mehr zu spüren – Grummel !

Die Hütte war komplett ausgebucht – eine unerträgliche Hitze beim Nachtessen – leider konnten und wollten manche nicht die Fenster öffnen. Um 3:00h war die Nacht vorbei – ein Glück. Wir ließen uns beim Frühstück schön viel Zeit und packten erst später unser Rucksäcke. Danach so gegen 4:45h erreichten wir bei leichten Dämmerlicht den Fuss des Mönch´s. In leichter Kletterei ging´s immer wieder über kleine Schneefelder hinauf auf den Sattel. Von dort aus über den schmalen ausgesetzten Grat zum Gipfel des Mönch in 4107m. Die Wetterbedingungen optimal, leichter Frost und kaum Wind ab und an eine kleine Böe. Da wir alleine am Gipfel waren konnte man sich richtig Zeit lassen und die Landschaft in all seiner Schönheit genießen.

Im Abstieg begegneten uns doch noch einige kleine Seilschaften, die es jedoch nicht mehr so schön hatten. Ein Wetterumschung näherte sich und ratz-fatz sammelten sich die ersten Wolken um den Gipfel. Unten angekommen ging´s zurück zur Jungfraubahn – Augen zu und ab in den Wagen. Das totale Chaos dort Oben – wie am Frankfurter Hauptbahnhof. Um die Tour entspannt ausklingen zu lassen entschieden wir uns noch eine Nacht in Lauterbrunnen zu bleiben. Ein kleiner „günstiger“ Gasthof gewehrte uns eine Herberge. Bei lockeren 30 Grad und im Schatten alter Bäume genossen wir ein gutes Essen und ein süffiges Bier. Relaxt konnten wir am nächsten Morgen den Heimweg antreten. Mein Dank an Thomas für diese sehr schöne Tour – einziger Wermutstropfen, der Gipfel des Finsteraarhorns!  Jedoch wird dieser auch in den nächsten Jahren dort stehen und hoffentlich besser »gelaunt« auf uns warten.

GPS Tracks:

GPS Track »Jungfrauenfirn Konordiahütte« (siehe oben)

GPS Track »Tour Konkordiahuette-Gruenegghorn-Konkordiahuette«

GPS Track »Tour Konkordiahuette-Finsteraarhornhuette«

GPS Track »Tour Finsteraarhorn«

GPS Track »Tour Moenchjochhuette-Moench-Jungfraujoch«

GPS Track »Tour Gletscherwanderung Finsteraarhornhütte – Mönchjochhütte«

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2012.07 Schottland – Highlands up to the North

26.05.12 Samstag Anreisetag

Nachdem die Lufthansa unseren Flug ordentlich nach hinten verschoben hat, haben wir daheim reichlich Zeit. Trotz des Pfingstreiseverkehrs kommen wir gut durch nach D’dorf, cruisen eine Runde übers Gelände auf der Suche nach der Einflugschneise fürs Parkhaus und stellen unser Auto im Parkhaus 4 Stellplatz 5741 ab.

Am Flughafen selbst ist alles easy und entspannt, sogar die Security. Unser Flug startet pünktlich mit nur einer Handvoll Reisender, vielleicht 30 Leute, eher weniger. Beim Landeanflug fliegen wir über die Cairngorms, die noch schneebedeckte Gipfel haben, sieht echt gut aus von oben! Auf dem wirklich winzigen Flughafen von Inverness begrüßt uns strahlendstes Sommersonnenwetter und da wir ja nur so wenige sind, warten wir vielleicht so 3 min auf unser Gepäck. Schneller wäre es nur gegangen wenn jeder sich seinen Koffer selbst mit aus dem Flieger genommen hätte 🙂

Nun noch kurz das Auto geholt, eine Renault Megane, und los gehts! (Brav wie wir sind haben wir, wie man es uns gesagt hat, das Auto auf Beschädigungen untersucht. Als wir wegen einiger Kratzern Bescheid geben wollen, erklärt uns der junge Mann, wenn er die Kratzer aus 2m Entfernung nicht sehen kann, sind da keine! Ok, dann ist ja gut )

Ein kleiner Zwischenstopp im CoOp von Nairn und wir sind eingedeckt mit dem Wichtigsten. Die kleine A339 führt uns durch landschaftlich schöne Gegenden. Felder mit leuchtend gelb blühenden Ginsterhecken wechseln sich mit urigen Wäldern ab. Schließlich finden wir eine kleine Haltebucht und machen erstmal einen kleinen Boxenstopp, umgeben von Heide, Moorseen, Lerchengsang und den weißen Gipfel in der Ferne. Schließlich erreichen wir Grantown on Spey und unser B&B Dunnallan. Jane ist wirklich reizend und wir fühlen uns gleich wie zuhaus. Also ab mit den Klamotten aufs wirklich tolle, große Zimmer und ihrem Tipp folgen: Spaziergang zum River Spey. Der Weg führt uns durch die Anagach Woods, wirklich toll, urig, alter Baumbestand und es ist wirklich richtig warm! Der Spey windet sich dunkel, malerisch durch das  grüne Tal. Die Ufer sind gesäumt von Sumpfdotterblumen und blauen Lupinen. Dankenswerterweise sind die 1000000000000000000000000 Mücken und Geziefer in der Luft nicht hungrig oder nicht von der stechenden Natur. Wir laufen bis zur alten Spey Bridge, wo sich ein paar Leuten kurzer Hand ins Grass gehockt haben und grillen! (Später stellen wir fest, dass man hier in jedem noch so kleinen Supermarkt Einweggrill kaufen kann, fürs spontane grillen an Tagen wie diesen. Es gibt auch Picknickgruppen, wo der Tisch extra eine Steinplatte hat, zum Abstellen von den Grills) Hm der Duft lässt meinen Magen sich melden. So wandern wir gemütlich in der Abendsonne zurück und kehren im „The Craig“ ein und lassen unseren ersten Tag in Schottland bei Ale, Cider und Pie (Moo & Blue Pie = Beef + Stilton=lecker!) ausklingen. Wetter kann gerne so bleiben! Allerdings wäre ich jetzt wirklich dringend gerne meine Erkältung los, weil die stört doch gewaltig, vor allem beim schlafen. Die Nacht ist daher leider für mich eher unruhig und kurz *gäääähn*

27.05.12 Sonntag

Wow, das Wetter ist noch immer makellos. Da ich schon wach bin, suche ich mir eine Tour im Wanderfüher aus. Das Wetter will genutzt werden!!! Wir entscheiden uns für die Rundwanderung zum Gipfel des Meall a’Bhuachaille (keine Idee wie das auszusprechen ist)  und zum An Loch Uaine. In der Nähe des Loch Morlich, an dem heute schwer was los ist, am Glenmore Visitor Centre startet unsere Tour. Der Weg gewinnt rasch an Höhe als wir durch den urigen Wald laufen. Und ich bin überzeugt davon, dass diese uralten abgestorbenen Bäume (zumindest sehen sie so aus) eine Persönlichkeit haben! Wer weiß schon was die Nachts so treiben, wenn keiner da ist…..

Hier im Schatten neben dem kleinen Bachlauf ist es noch sehr angenehmen, das ändert sich schlagartig als wir die Höhenheide erreichen und der prallen Sonne ausgesetzt sind. Meine lieber Mann, ist das heiß!!! Wahrscheinlich ist daher kaum einer unterwegs, nur drei weitere Wanderer sind ebenfalls unterwegs zum Gipfel. Jede kleine Brise ist heute eine echte Wohltat! Da der Weg ziemlich direkt ansteigt, erreichen wir bald den Gipfel. War dir Aussicht unterwegs schon klasse, hier ist sie einfach grandios. Bei diesem Ausnahmewetter reicht der Blick ins Tal Strathspey, nach Aviemore und Loch Garten, in Richtung Süden zur Gipfelkette der hohen Cairngorms und noch weiter zum Gebirge von Lochnagar und dem Dee-Tal. Unglaublich! Ein Mitwanderer meint ‘’One day only!’’  gut das wir ihn grad genießen können. Irgendwann nach geraumer Zeit schaffen wir es uns loszureißen und steigen ab zum Ryvoan Bothy. ‘Absteigen’ meint dabei auf 1,5km 400Höhenmeter abwärts!! Sehr steil, sehr direkt, gut das hier einiges an Steinstufen eingesetzt ist. Was bin ich froh, das wir hier nicht rauf sind!!

GPS Daten :

Gesamtstrecke: 9.46 km
Maximale Höhe: 809 m
Gesamtanstieg: 572 m
Download file: 20120527_meall_a_bhuachaille.gpx

Von der kleinen Steinhütte an geht es dann deutlich bequemer weiter bis zum An Lochan Uaine. Hier dreht sich nun kein Lüftchen und es ist definitiv bullenheiß! Am See, wo sich etwas mehr Leute tummeln, führt dies dazu, dass sich einige beherzt in die grünen Fluten werfen. Ok, mit den Beinen rein fände ich jetzt auch toll, wären da nicht diese Viecher im Wasser, die ich ganz stark im Verdacht habe, Blutegel zu sein *igitt* So belassen wir es beim picknicken. Auf unserem letzen Wegstück treffen wir noch auf viele der fleischfressenden Veilchenvarianten, die in Irland Kerry-Veilchen heißen. Am Visitor Centre schließt sich dann unsere grandiose Aussichtsrundwanderung! Am Rothiemurchus Centre machen wir erstmal ein Kaffeepäuschen im „Drui“ und ich gönne mir ein leckeres Eis aus dem Farm shop *yammie*

Danach schlendern wir noch ein wenig am Loch an Eilein mit seiner kleinen Inselburgruine. Die im 14. Jhdt. erbaute Inselburg bot Zuflucht vor Viehdieben und trotzte noch im Jahr 1690 einer Belagerung durch die Jakobiten. Hier ist mittlerweile schon Ruhe eingekehrt und es friedlich und wunderschön! Den tollen Tag beenden wir mit einem Essen im „The Garth Hotel“ (ok, aber kein ‚Aha‘) und einem Absacker im „The Craig“. Ein phantastischer Tag! Und sowas von Hochsommer und das ist, wie Jane uns sagt, extrem selten! Wir sind gespannt wie es weitergeht…..

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2012.05 Wanderung »Mythen und Sagenweg«

früh am morgen entscheiden wir uns kurzentschlossen eine kleine aber hoffentlich feine Wanderung zu unternehmen. Ohne viel zu fahren werden wir uns dem »Mythen und Sagenweg« widmen. Bad Laasphe ist knapp 20km von uns entfernt und über die schmale Waldroute Heiligenborn – Banfe sind wir schnell am Parkplatz Rathaus unserem Ausgangspunkt. Wir folgen nun dem Weg, der erst durch die Einkaufszone führt. Danach gehst rechts den Berg hinauf. Leider hat das Schloß Wittgenstein zu Zeit eine größere Baustelle und somit ist der Blick etwas getrübt. Der Weg schlängelt sich immer langsam den Berg hinaus, dass üppige frische Grün sieht in der Sonne einfach klasse aus.  Nach einiger Zeit erreicht man eine mächtige Felsklippe die mit vielen Moosen und Flechten bewachsen ist.

Nachdem man den höchsten Punkt erreicht hat bieten sich schöne blühende Waldwiesen. Nun wandern wir durch hohe Buchenwälder wieder Richtung Bad Laasphe. Nach einigen Kilometern kommt man zur »Teufelskanzel« einer mächtigen Felsklippe – für unsere Verhältnisse hier im Siegerland. Weiter gehts Talwärts und man kommt schliesslich auf den Weg den wir vorhin benutzt haben. Kurz vor dem erreichen des Ortes kommen wir an der Berghütte Teufelkanzel vorbei, wo wir uns was lecker zu trinken gönnen.

In Laasphe angekommen trauen wir unseren Augen nicht „Verkaufoffener“ Sonntag. Da hier keine Waffeln mehr zu bekommen waren fahren wir nach unserer Tour noch auf einen Kaffee mit Waffel zum Forsthaus Hoheroth. Ach du Schreck Wahlsonntag – 17:55h erreichen wir das Wahllokal. Aber die Tour auch wenn sie mit knapp 12km recht kurz ist, sehr empfehlenswert mit tollen Ausblicken und sehr angenehmer Wegführung.

 

GPS Daten :

Gesamtstrecke: 12.01 km
Maximale Höhe: 600 m
Gesamtanstieg: 390 m
Download file: 20120513_mythensagen.gpx

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2012.05 Kleinsassen – Milseburg (Rhön)

Alles neu macht der Mai……. 1. Mai-Wanderung rum um die Milseburg in der Rhön !

Vieles hat an diesem Tag Tradition z.B. rote Fahnen, Demos, Krawalle usw. Unsere ist es, an diesem Tage eine schöne Wanderung zu machen!
In diesem Jahr entscheiden wir uns nach eingehendem Studium der Wetterkarte für die Rhön. Rucksäcke gepackt, Schwiegervater auch und los geht’s!

Startpunkt ist der Wanderparkplatz Biebertal bei Kleinsassen. War bis hier her alles »easy going« gibt’s nun ein Problem: Die Technik, sprich das GPS  streikt!! Auch nach mehrmaligem Batteriewechsel und Reset lässt sich das Teil nicht zum Dienst bewegen. Aber wir haben schönen warmes Frühsommerwetter und wir sind jetzt hier, der Weg wird sich sicher finden lassen. Während Jens also noch vor sich hin wütet, versuche ich mir den Streckenverlaufe so in etwa von der großen Aushangkarte einzuprägen und marschiere los. Der Weg führt längst prächtig blühende Wiesen und dann  hinein in den Wald. Hier gibt es beindrucken große, alte Buchen! Wenn sie nur reden könnten, was könnten sie nicht alles erzählen! Jens ist immer noch damit beschäftig vor sich hinzumurmeln „Wir sind hier bestimmt falsch!“ aber Heinz und mich hindert das nicht munter weiter hinauf zu steigen. Schlussendlich erreichen wir den mit dem roten „M“ gezeichneten Hauptweg zur Milseburg. Bevor wird dort ankommen holen wir am Gänseborn, einer kleinen Quelle, in Sichtweite des Keltenwalls noch unser Frühstück nach. Mittlerweile ist es sommerlich warm und so wird der Gipfelsturm zur 835m hohen Milseburg zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Von der Kuppe des Basaltberges mit seiner Kreuzigungsgruppe (ich verkneife mir jetzt ein Life of Brian Zitat) und der kleinen Gangolfskapelle hat man einen einfach tollen Rundumblick über die Rhön. (Unnötig zu erwähnen das wir an einem Tag wie heute hier nicht alleine sind.)

Von hier geht es entlang der Bubenbader Steine auf dem Hochrhöner, dem 175 Kilometer lange Premiumweg, zum Weiherberg (785,7m). Auf dem Weiherberg drehen einige Modellflieger ihre Runden – tja, fliegen müsste man können…. Schließlich erreichen wir die ziemlich volle Enzianhütte, eine Hütte des DAV Sektion Fulda. (http://www.rhoenline.de/cam/enzianhuette) Auf der wunderbaren Sonnenterrasse stärken wir uns mit einer ordentlichen Portion Holzfällersteak mit Bratkartoffeln für die Jungs und nur Bratkartoffeln für mich. Ein schönes kühles Klosterbier darf natürlich nicht fehlen. Was geht es uns heute wieder gut!!

Von hier wandern wir zurück bis zum Grabenhöfchen und dann die Poppenhausener Kunstmeile entlang Richtung Fuldarer Haus bzw. zur Maulkuppe. Kunst ist meiner Meinung nach doch etwas sehr subjektives, so muss sich jeder sein eigenes Bild davon machen, ob ihm diese Dinger gefallen oder nicht: (Infos unter http://www.poppenhausen-wasserkuppe.de/kunstmeile.html) Schließlich wendet sich unser Weg wieder talabwärts und durch wunderbare frühlingsgrüne Wälder immer dem Bach entlang erreichen wir schließlich wieder unser Auto.

Fazit: Tolle Wanderung an diesem Mai-Sommertag, die mal wieder bestätigt, die Rhön ist immer einen Ausflug wert!
(außerdem wäre ich auch eine gute Pfadfinderin geworden)

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2012.04 Greetsiel (Ostfriesland)

Osterausflug Ostfriesland oder Was hinter dem Deich kam!

An Karfreitag in aller Frühe machen wir uns auf den Weg gen Norden mit Ziel Ostfriesland, genauer gesagt nach Uttum in die Nähe von Greetsiel. Auf dem Wege machen wir einen Zwischenstopp am Naturschutzgebiet »Ewiges Meer«. Das »Ewiges Meer« ist mit 89,2 Hektar (0,892 km²) Wasserfläche der größte Hochmoorsee Deutschlands. Auf einem Bohlenweg an der Nordseite kann man einen kleinen Rundweg gehen. Die Natur ist hier noch etwas im Winterschlaf und es ist kalt und sehr still an diesem Morgen.

Nach unserem Spaziergang fahren wir gemütlich weiter nach Greetsiel. Das Erste was uns hier überall auffällt ist, wie unglaublich akkurat alles ist. Jedes Haus, jeder Garten, englischer kurzgeschorener Rasen und alles brav in Reih und Glied. Hm, das macht die Orientierung etwas Schwierig weil doch alles ziemlich gleich aussieht. In Greetsiel angekommen nutzen wir das schöne sonnige Wetter zu einem Spaziergang entlang des über 600 Jahre alten Fischerhafen mit seiner Krabbenkutterflotte in Richtung Speicherbecken Leyhörn. Weil wir noch so früh im Jahr haben fallen hier als erstes die großen Schwärme Nonnengänse auf, die hier auf dem Weg zu ihren arktischen Brutplätzen einen Zwischenstopp einlegen.

Über den Deich erreichen wir wieder Greetsiel mit seinen Giebelhäuser z.T. aus dem 17. Jhdt. Schön ist es hier aber auch touristisch hochfrequentiert. Wir ergattern ein Plätzchen in Poppingas »Alte Bäckerei«  und genießen in uriger, historischer Umgebung  einen Tee und Kuchen. Unser Quartier das »Hexenstüberl« in Uttum in sowohl von der Location als auch von den Gastegebern her wirklich richtig prima (das Frühstück am nächsten Morgen gibt nochmal Extrapunkte). Zum Abendessen ergattern wir noch einen Tisch in der Alten Brauerei in Pilsum und genießen eine leckere Fischplatte mit dem Fang des Tages.

Die Ostertage verbringen wir damit die Gegend zwischen Pilsum und Carolinensiel zu erkunden z.B. den lustig geringelten Pilsumer Leuchtturm, ein Teil des Störtebeckerweges, das Watt mit seinen Bewohnern, ein ganz toller Sonnenuntergang, die Seehundauffangstation in Norden Norddeich und immer wieder lecker Fisch oder Granat.  Einiges ist wirklich nett aber insgesamt stellen wir doch schnell fest, dass diese Region und wir nicht so doll kompatibel sind.

Das Meer wird hier so sehr als Bedrohung empfunden (bestimmt auch zu Recht, weil es so flach ist), dass man sich dagegen abschottet. Erst kommen die Felder mit den Sielen und Kanälen, dann ein Streifen Teer/Pflaster/Beton, dann der Deich, dahinter wieder Teer/Pflaster/Beton, dann was Marschland oder Salzwiesen und dann wieder Teer/Pflaster/Beton. Bei Flut steht man dann an der Nordsee wie an der Kante eines Stausees oder aber vorm Watt. Die winzigen Abschnitte mit etwas Sandstrand sind umzäunt und kostenpflichtig. Überhaupt sind Zäune hier immer reichlich vorhanden. Auf den dem Festland vorgelagerten Inseln mag dies alles anders sein und viel schöner, aber dieser Küstenabschnitt ist nix für uns. Unterm Strich bleibt ein wirklich netter Aufenthalt in einem tollen kleinen Hotel, viel lecker Essen und wir sind um eine Erfahrung über eine innerdeutsche Urlaubsregion reicher!

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